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Luftfahrt: Acht Dinge, die sich Flugbegleiter von Passagieren wünschen

Wir fliegen heute mehr denn je, weil es nie so einfach und nie so günstig war. Auch an Bord ist die Zeit nicht stehengeblieben und deshalb hat die Crew ein paar konkrete Wünsche an die Passagiere.

Eine Flugbegleiterin berät einen Passagier

Das Aufkommen an Passagieren ist so hoch wie nie, die Bordcrew hat alle Hände voll zu tun. Deswegen sollten Passagiere wissen, was sie beachten müssen.

Das Reisen mit dem Flugzeug hat sich verändert. Während es früher nur den Besserverdienenden vorbehalten war, sich privat mit diesem Verkehrsmittel durch die Welt zu bewegen, ist ein Flug heute oft günstiger als eine Bahn- oder Autofahrt. Private Fluggesellschaften haben die Preise gedrückt, immer mehr Menschen drängen an Bord. Die Sitzreihen wurden verdichtet, Mahlzeiten und Gepäckaufgabe kostenpflichtig. Also quetscht ein Großteil der Fluggäste seine Utensilien ins Handgepäck, vergisst aber, dass sich mit den Preisen auch das Reisen verändert hat. Die Leidtragenden sind die Menschen, die mit der Arbeit in der Luft ihr Geld verdienen: das Bordpersonal. Sie haben ein paar Dinge zu sagen, wie sich Stress und Spannungen beim Boarden, Fliegen und Aussteigen vermeiden lassen.

1. An Eltern mit kleinen Kindern

Bitte versuchen Sie nicht, Ihre Kinder im Kinderwagen an Bord zu schieben. Verwenden Sie am besten eine Babytrage und geben Sie den Buggy als Gepäckstück auf. So haben Sie die Hände frei und kommen leichter durch die schmalen Gänge. Zögern Sie außerdem nicht, nach einer Wickelmöglichkeit zu fragen. So vermeiden Sie nicht nur angewiderte Blicke von Mitreisenden, sondern auch die unangenehme Tatsache, dass sich Ihre Sitzreihe in ein Badezimmer verwandelt.

2. An Allergiker und Diabetiker

Je nachdem, wohin und mit welcher Airline Sie fliegen, gelten unterschiedliche Bestimmungen für die Mitnahme von eigenen Lebensmitteln. Erkundigen Sie sich vorab, wie die Voraussetzungen sind und ob im Falle von nachgewiesenen Unverträglichkeiten Ausnahmebedingungen gelten. So verhindern Sie, dass Ihnen eventuell schon beim Check-in abgenommen wird, was Sie an Bord dringend brauchen.

Flugzeugfenster


3. Die Rangelei ums Gepäckfach

Natürlich versucht jeder Fluggast, sein Handgepäck über seinem Sitzplatz zu verstauen. Das erleichtert den Zugriff, wenn man später ein Taschentuch, ein Buch oder ein elektronisches Gerät herausholen möchte. Doch ein Recht auf das Fach über dem eigenen Sitz hat niemand. Daher ist es den Flugbegleitern erlaubt, Ihr Gepäck umzuräumen, wenn Platz geschaffen werden muss. Das ist kein persönlicher Angriff auf einzelne Reisende, sondern eine notwendige Maßnahme, also zeigen Sie bitte Verständnis.

4. Apropos Flugbegleiter

Die Fachsprache im Luftverkehr hat sich verändert. Steward und Stewardess waren gestern, heute nennt man die Mitglieder der Kabinencrew Flugbegleiter. Und, insbesondere im englischsprachigen Raum – und in dem befindet man sich an Bord eigentlich immer: Das Wort Cockpit wurde abgelöst, die Pilotenkanzel heißt nun Flight Deck.

5. Das Lösen der Sicherheitsgurte

Das Flugzeug ist gelandet und auf dem Weg zum Terminal, der Schalter mit dem Symbol, den Sitzgurt zu tragen, erlischt. Noch auf dem Rollfeld beginnen die ersten Passagiere, ihre Koffer aus den Gepäckfächern zu zerren. Doch: Das Aussteigen beschleunigt das nicht! Genießen Sie die letzten Minuten entspannt, insbesondere in den hinteren Reihen. Übereiltes Aufstehen und In-den-Gang-Stellen stresst Sie, Ihre Mitreisenden und das Flugpersonal.

6. Alkohol an Bord

Sie haben im Duty-free-Shop einen herrlichen Whisky, Wodka oder Weinbrand gekauft? Herzlichen Glückwunsch, aber bitte öffnen Sie die Flasche erst, wenn Sie gelandet sind und den Flughafen wieder verlassen haben. Das Trinken von selbst mitgebrachtem Alkohol ist im Flugzeug verboten. Die Flugbegleiter haben die Aufgabe, Ihren Konsum im Auge zu behalten, also bestellen Sie gern eine good old Bloody Mary bei ihnen. Oder einfach nur Tomatensaft. 

7. Flugbegleiter sind nicht von der Müllabfuhr

Nicht ohne Grund gehen die Flugbegleiter gegen Ende der Reise mit Müllsäcken durch die Gänge. Helfen Sie ihnen, indem Sie Ihren Platz sauber hinterlassen und entsorgen Sie, was sich während des Fluges an Müll angesammelt hat. Die Crew hat ohnehin genug damit zu tun, Ihre vergessenen Gepäck- und Kleidungsstücke von Bord zu bringen.

Warum sind die meisten Flugzeuge immer weiß?


8. Last, but not least: Musik & Co

Es gibt viele Möglichkeiten, seinen Sitznachbarn zu ärgern: Wer bekommt die Armlehne? Wer mehr Fußraum? Wer den richtigen Winkel für einen Blick aus dem Fenster? Doch eines sollte nicht dazugehören: Ihre Musik und alles andere, was aus Ihren elektronischen Geräten dringt. Verwenden Sie bitte Kopfhörer. Danke. 

bal

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