Billigflieger Kombinieren, mixen, splitten


Aus dem riesigen Angebot das beste Ticket zu fischen ist für Laien schwer. Auf die Strategie kommt es an! Fünf Insider-Tipps, wie und wo man an die günstigsten Ferien-, Billig- und Linienflüge kommt.

Im Kampf um die Preisführerschaft bei Flugtickets belegten Airline- und andere Internetportale in den vergangenen Jahren häufig die vorderen Plätze. Doch die klassischen Reiseveranstalter haben kräftig aufgeholt. Der Blick auf ihr Angebot lohnt sich, selbst wenn man nur einen Flug und keine zusätzlichen Urlaubsleistungen sucht. Manch günstiges Ticket ist dort zu ergattern. So konnte man zum Beispiel für die Zeit vom 9. bis zum 20. August für einen Trip von Düsseldorf ins Spielerparadies Las Vegas bei Explorer Fernreisen ein LTUTicket für 534,11 Euro buchen. Auf der Internetseite von LTU wäre der Flug dagegen auf 734 Euro gekommen*.

*Online-Buchungsanfrage im Juni 2007

Kombinieren zahlt sich aus

Wenn’s ums Geld geht, sind Urlauber findig. Jetzt schlagen sie den Fluggesellschaften beim Buchen ein Schnippchen, um billig fliegen zu können: Sie wählen für Hin- und Rückflug nicht zwangsläufig dieselbe Linie. Jede Strecke wird einzeln beim jeweils günstigsten Anbieter gebucht. Im Fachchinesisch nennen Touristiker das "Kombi-Jetting". Ganz nach dem Beispiel der Billigflieger bieten immer mehr Gesellschaften nur noch Tickets für die einfache Strecke an. Eigentlich geschieht das, um die Preise optisch niedrig zu halten. Doch einfallsreiche Passagiere nutzen die Preisfinte der Fluglinien inzwischen zu ihrem eigenen Vorteil. Sie kombinieren die Flugscheine verschiedener Airlines. Selbst auf Strecken, für die aufgrund großer Konkurrenz am Fliegerhimmel ohnehin schon niedrige Preise gelten, zahlt sich das Kombinieren aus. So schlagen beispielsweise Hin- und Rückflug für einen Mallorca- Urlaub ab Berlin vom 21. bis 28. September bei Condor mit 236 Euro zu Buche*. Wer dagegen am selben Tag - und für dieselben Daten - den Hinflug mit Air Berlin und den Rückflug mit Easyjet wählt, muss insgesamt nur 118,99 Euro berappen. Eine satte Ersparnis von knapp 50 Prozent.

Portale mit Klick

Wer kennt schon all die Billigflieger und sonstigen Airlines, die Richtung Urlaubsziel abheben? Gerade auf der einfachen Suche nach dem günstigsten Flug von A nach B führt kein Weg an den sogenannten Preisvergleichsportalen im Internet vorbei. Dort gibt man die gewünschte Strecke ein, und nach wenigen Sekunden werden die angeblich besten Flugpreise ausgespuckt. Doch Vorsicht: Nicht alle Suchmaschinen berücksichtigen auch wirklich alle Billigflieger. Dabei lassen sich gerade bei den Unbekannten manchmal wahre Preisschätze heben. Beim Internetportal Discountflieger.de werden zum Beispiel auch Billigflieger ohne großen Namen berücksichtigt, die ab deutschen Flughäfen operieren. Das sind unter anderen FlyBe oder Jet2.com. Kunden, die dagegen den preiswertesten Linienflug ausfindig machen wollen, sind bei "Kayak" oder "Kelkoo" bestens aufgehoben. Bei beiden Plattformen werden für die Preisrecherche neben den aktuellen Angeboten der führenden Fluglinien zusätzlich noch wichtige Reiseportale abgefragt.

Pfiffige Preisfinder

Das Internet ist eine Fundgrube für günstige Flugscheine. Doch das Angebot wird zunehmend unübersichtlich. Das gilt vor allem, wenn sich die Reiseplanung nach individuellen Wünschen richten muss. Sollen verschiedene Zwischenaufenthalte eingelegt oder soll eine ungewöhnliche Routenführung gebucht werden, stoßen herkömmliche Internetsuchmaschinen schnell an ihre Grenzen. Dann schlägt die Stunde der sogenannten Reisepreisfinder. Diese Dienstleistung im Internet basiert auf der Idee von zwei pfiffigen BWL-Studenten. Erst im vergangenen Oktober sind sie mit ihrer Firma Askerus online gegangen. Der Kunde gibt seine Wunschdaten für den Flug ein. Die anonymisierten Daten werden anschließend an rund 350 Reisebüros und Spezialisten weitergegeben, mit denen Askerus inzwischen zusammenarbeitet. Daraufhin erhält der Kunde fünf Angebote, die für ihn völlig unverbindlich sind. Das erfolgreiche Geschäftsmodell hat schnell Schule gemacht. Bereits im Januar 2007 nahm der Konkurrent Myjack24.de den Geschäftsbetrieb auf. Der Clou: Der Service ist für die Kunden kostenlos. Beide Preisfinder finanzieren sich durch die Mitgliedsgebühren der jeweils angeschlossenen Reisebüros.

Spartickets für jede Jahreszeit

Beim Thema günstige Tickets raten die Fluggesellschaften unisono zum frühen Buchen. Doch keine Panik. Damit auch noch die letzten freien Sitze verkauft werden, führen viele Airlines immer wieder saisonale Aktionen mit besonders attraktiven Preisen durch. Solche zeitlich befristeten Specials werden gerne nach der Jahreszeit benannt, für die sie gelten. Auf den Reiseportalen von "McFlight", "Skyways" oder "Travel Overland" erhält man eine prima Übersicht der jeweils gerade aktuellen Preisaktionen. Auf Skyways.de findet man beispielsweise ein sogenanntes Fall Special der amerikanischen Continental Airlines. Den Flug von Köln nach New York gibt es dort bereits ab 393 Euro, inklusive Steuern und Gebühren. Der einzige Nachteil der Saison-Specials ist, dass sie meist nur bis zu einem Stichtag gebucht werden können. Positiv sind dagegen die kundenfreundlichen Buchungsregeln. Abhängig von der Fluglinie und dem Angebot sind zum Beispiel häufig kostenlose Stopps auf dem Hin- oder Rückflug erlaubt. Zudem werden in der Regel noch Kinderermäßigungen gewährt. Für Kleinkinder bis zwei Jahre beträgt der Nachlass immerhin 90 Prozent des Ticketpreises und für Kinder von zwei bis elf Jahren noch 33 Prozent. Vorausgesetzt, der Nachwuchs hat zur Special-Zeit auch Ferien.

Die Internetadressen der Anbieter

Preisfinder
Askerus.deMyJack24.de

Saison-Specials


McFlight.deSkyways.deTravelOverland.de

Preisvergleiche im Internet


Billigflieger.deDiscountflieger.de Kayak.comKelkoo.deMegaflieger.de

Veranstalterangebote


ExplorerFernreisen.de

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