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Delta Airlines: Wie ein kleiner Vogel ein Flugzeug zum Umkehren zwang

Die "Washington Post" ist ganz fasziniert von einem Vogel, der ein Abenteuer in einer Passagiermaschine erlebte. Und von einem tierlieben Flugkapitän.

Passagiermaschine Vogel

Ob es sich bei dem Vogel tatsächlich um einen Spatzen handelte, der die Passagiermaschine zur Umkehr zwang, ist nicht sicher (Symbolbild)

Es war am späten Samstagvormittag, als ein kleiner Vogel aus dem eiskalten Himmel in Detroit über das Flugfeld direkt ins Cockpit eines Flugzeug flog – eines Flugzeugs, das im Begriff war, gen Süden, nach Atlanta in Georgia zu starten. So beginnt ein Artikel in der "Washington Post". Sehr detailliert wird dort nacherzählt, wie es sein konnte, dass ein kleiner Vogel – mutmaßlich ein Spatz – eine komplette Maschine der Delta Airlines übernehmen und den Flugplan umwerfen konnte.

Nun war der Vogel zwar klein, aber unerkannt gelangte er dennoch nicht in die Maschine, der Flugkapitän bemerkte den Eindringling. Der Artikel beschreibt, wie der Kapitän aus dem Cockpit stieg und einem Mitarbeiter von Delta Airlines zuflüsterte, dass er so etwas in seinen 18 Jahren im Beruf noch nicht erlebt habe. "Da ist ein Vogel im Cockpit". Bleiben durfte das Tier dort nicht, soviel stand fest.

Nun begann die Suche – Männer mit gelben Westen durchforschten das Cockpit, fanden aber keinen Vogel. War er überhaupt noch dort? Vielleicht könnte man den Start wagen? Manch einer vermutete, das kleine Tier sei vielleicht durch irgendeine Luke wieder nach draußen gelangt. Nach einer Startverzögerung ging die Reise schließlich los, die Maschine setzte sich in Bewegung.

Obwohl sich der Kapitän zum Start entschlossen hatte – so ganz sicher war er wohl noch nicht, dass das Vogel-Problem gelöst war. Denn über Lautsprecher teilte er den Passagieren mit: "Wir fliegen los, aber wenn ich irgendein Tschilpen im Cockpit höre, drehe ich um". Das fassten viele Passagiere als Witz auf.

War es aber nicht. Denn gefühlte fünf Minuten nach dem Start tauchte der Vogel auf,  natürlich war er noch im Cockpit. Durch welche "Luke" hätte er bitte auch die Maschine verlassen sollen? Die gut 100 Passagiere hörten also die nächste Durchsage: "Der Vogel ist wieder da"

Passagiermaschine fliegt zurück nach Detroit

Wie angekündigt,  geschah es dann auch: Der Pilot entschloss sich zur Rückkehr nach Detroit, vor allem, weil ein herumfliegender Vogel an Bord ein Sicherheitsrisiko ist. Was, wenn der Kleine in die Instrumente fliegt oder die Crew ablenkt?

Zurück in Detroit – es war inzwischen Mittag, und einige Passagiere wussten bereits sicher, dass sie ihre Anschlussflüge in Atlanta verpassen würden - wieder das gleiche Bild: Männer in gelben Westen durchsuchten das Cockpit.

Einer von ihnen wurde schließlich mit einem Handtuch gesehen. Darin, sicher eingehüllt: der blinde Passagier. "Der Vogel wurde sicher herausgeholt und dann freigelassen", so ein Sprecher der Airline. Die "Washington Post" schließt ihre Geschichte mit den Worten: "Ob er es jemals nach Georgia schafft, werden wir niemals erfahren."

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