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Emirates: So hart ist es wirklich, Flugbegleiter in der First Class zu werden

Flugbegleiter sorgen für das Wohl der Gäste im Flieger - und sind natürlich für den Notfall ausgebildet. Wer aber in der First Class arbeiten will, muss ein hartes Programm absolvieren, gesteht nun eine Emirates-Stewardess einer Zeitung.

Bordpersonal bei Emirates

Bordpersonal bei Emirates (Symbolbild)

Picture Alliance

Es ist nur ein kleiner, vermögender Teil der Passagiere, der sich den Luxus der First Class im Flieger leisten kann. Mehrere Tausend Euro kostet ein Langstreckenflug - aber dafür ist der Komfort und der Service weit entfernt von dem in der Economy Class. Schicke Bäder, eine Bar, ausgewähltes Essen, exquisite Weine sind selbstverständlich - aber auch das Personal ist besonders auf die Ansprüche der gehobenen Kundschaft geschult.

Alexandra Cosoff aus Queensland ist Flugbegleiterin bei der Airline Emirates und für die First-Class-Reisenden zuständig. Sie berichtet, was sie lernen musste, um im Elite-Bereich der Flugzeuge zu arbeiten. Vor dem Einchecken sollten sich die Flugbegleiter mit jedem Passagier vertraut machen, erzählt sie der "Daily Mail". "Wir sind fleißig, wenn es darum geht, Kunden, die in die First Class fliegen, eine persönliche Ansprache zu bieten, indem wir sie beim Einsteigen namentlich begrüßen und alle Details kennen, die ihre Reise mit uns unvergesslich machen", so die Stewardess weiter. "Das kann ein bevorzugtes Getränk oder die Lieblingszeitschrift sein."

Welche Stewardess gehört zu welcher Airline?

    Frage: Blaues Kostüm und gelbes Halstuch - für wen fliegen diese drei Damen?

    Sie müsse schon voran alle Vorlieben und auch Ernährungsbedürfnisse der Passagiere kennen. "Vor dem Flug haben wir eine Teambesprechung, um sicherzustellen, dass wir alle VIP-Gäste kennen. Wir haben auch Tablets an Bord dabei, um dafür zu sorgen, dass alle nötigen Informationen während der Reise auf dem neuesten Stand bleiben."

    First-Class-Service bei Emirates

    Auch kulinarisch müssen die Flugbegleiter sich vorab informieren, denn sie servieren teure Weine und Spirituosen an Bord. "Da wir ein so vielfältiges Angebot haben, ist es wichtig, dass wir die Details kennen, das unseren Kunden in den Kabinen angeboten wird. In der ersten Klasse sind Produktkenntnisse wichtig", erzählt Cosoff. "Wir müssen auf alle Fragen der Passagiere eine Antwort parat haben." Dafür besuche das Bordpersonal regelmäßig Schulungskurse. "Da unsere Menüs bei fast jedem Flug unterschiedlich sind - abhängig von der Region, in die wir fliegen, und der Jahreszeit - ist es wichtig, die verschiedenen Wein- und Traubensorten genau zu kennen, um den Kunden gute Empfehlungen zu geben."

    Auch optisch gibt es Vorgaben. So müssen Männer wie Frauen einen Schönheitskurs besuchen. Dort werden sie mit den Make-up- und Haarrichtlinien der Airline vertraut gemacht. So müssen Männer bei Emirates die Haare kurz tragen, sie sollen konservativ aus dem Gesicht gestylt sein und dürfen nicht mit zu viel Wachs oder Gel behandelt werden. Hintergrund dieser Vorgaben: Der Look der Flugbegleiter sei ein wesentlicher Teil des Markenimage.

    Kommunikationsstrategie: Geheime Codes: Das sagen Flugbegleiter, wenn sie Passagiere sexy finden

    Make-up-Regeln für Stewardessen

    So dürfe der weibliche Teil der Crew zwar Make-up tragen und auch sei auch bei der Wahl der Marke frei, doch beim Rotton des Lippenstifts würde darauf geachtet, dass er mit dem Rot in der Uniform korrespondiert. Außerdem darf er nicht gänzend sein, so Cosoff. Auch bei den Frisuren gibt es Vorgaben. "Alle losen Strähnen ums Gesicht müssen festgesteckt werden und unsere gewählte Frisur darf die korrekte Positionierung unseres Hutes nicht beeinträchtigen", sagt sie. 

    Wer hofft, direkt in der First-Class als Flugbegleiter durchstarten zu können, wird enttäuscht. Laut Cosoff würde das Personal an Bord erst nach Jahren konstanter Leistung ausgewählt.

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