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Genetischer Nachweis gelungen: Neue Insektenart entdeckt: Diese riesigen knallbunten Stabschrecken leben auf Madagaskar

Forscher haben auf Madagaskar neue knallbunte Riesenstabschrecken identifiziert. Mit mehr als 20 Zentimetern Länge gehören sie zu den größten Insekten des Inselstaats.

Madagaskar: Neue Art einer Riesenstabschrecke entdeckt

Die Männchen der neuen Arten auf Madagaskar namens Achrioptera manga und Achrioptera maroloko zeigen sich farbenprächtig

DPA

Die bizarren Tiere sehen aus wie Wesen aus einer fantastischen Welt: Forscher haben auf Madagaskar zwei neue Riesenstabschrecken identifiziert. Mit ihren mehr als 20 Zentimetern Körperlänge gehören sie zu den größten Insekten der Welt, teilte die Zoologische Staatssammlung München (ZSM) am Dienstag mit.

Die Tiere sind schon seit rund 15 Jahren von ihrem Aussehen her bekannt, jedoch wurde erst jetzt über genetische Tests nachgewiesen, dass es sich um eigene Arten handelt. Die Forscher stellen ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift "Frontiers in Ecology and Evolution" vor. 

Bisher wurden die Riesenstabschrecken einer anderen, äußerlich sehr ähnlichen Art zugeordnet, die schon vor fast 160 Jahren beschrieben worden war. Aber erst jetzt fanden die Forscher deutliche genetische Unterschiede.

Anders als die meisten Stabschrecken tarnen sich die Männchen der neuen Arten namens Achrioptera manga und Achrioptera maroloko nicht als unscheinbare Äste, sondern zeigen sich farbenprächtig. Das sei ungewöhnlich, erläuterten die Forscher. Denn die wichtigste Überlebensregel für Stabschrecken sei normalerweise, sich unsichtbar zu machen, um nicht von Vögeln oder anderen Tieren gefressen zu werden. 

Auf Madagaskar entdeckte Art noch rätselhaft

"Möglicherweise nehmen sie mit ihrer Blätternahrung Pflanzengifte auf, die sie in ihrem Körper einlagern, und signalisieren mit ihrer Farbenpracht, dass sie nicht genießbar sind", sagte Frank Glaw, Kurator an der Zoologischen Staatssammlung. Im Tierreich gebe es meist dann bunte Männchen, wenn Weibchen diese für die Paarung bevorzugten. Die neuen Arten seien aber vor allem nachts aktiv – insofern sei rätselhaft, was die Farbe den Tieren bringe.

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km / AFP / DPA
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