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MDMA: Polizeihund kontrolliert Gäste einer Techno-Kreuzfahrt – und erleidet eine Überdosis

Drogen sind auf einer Techno-Party keine Überraschung. Bei einer Kreuzfahrt hatten es die Gäste aber gerade übertrieben: Sie schmuggelten soviel MDMA an Bord, dass ein Polizei-Hund nur vom Schnuppern eine Überdosis erlitt.

Tage und Nächte durchtanzen, die Zeit vergessen und sich der Extase hingeben: Techno-Parties sind für ihre exzessive Länge bekannt – und für ihren Drogenkonsum. Nun hätte eine Feier-Kreuzfahrt für den Polizei-Hund Jake ein böses Ende nehmen können.

Der sollte eigentlich einen ganz normalen Arbeitstag haben. Jake schnuppert für die Küstenwache von Cape Canaveral in Florida nach Drogen. Und auch dieser Auftrag klang zunächst nach einem Routine-Job: Bei der Kreuzfahrt "Holy Ship!" der Norwegian Epic mussten hunderte Gäste nach Drogen untersucht werden. Da es sich aber um eine Techno-Kreuzfahrt handelte, lag wohl etwas mehr Rauschmittel in der Luft, als das bei Routine-Aufträgen der Fall ist.

Überdosis erschnuppert

"Jake hatte plötzlich Probleme mit der Balance und schien einen Anfall irgendeiner Art zu haben. Wir erkannten es schnell als Symptome einer Drogenüberdosis", erklärte der Pressesprecher des örtlichen Sheriffs gegenüber dem TV-Sender "WFTV". "Man gab ihm Narcan und brachte ihn zum Tierarzt." Mit Narcan werden normalerweise Vergiftungen mit Opiaten bei Menschen behandelt.

In Jakes Blut war aber vermutlich etwas anderes. Nach Angaben von "WKMG News 6" sollen Analysen auf MDMA, also Ectasy, als Ursache für die Vergiftung hindeuten. Die Droge wurde bei einer ganzen Reihe von Kreuzfahrt-Teilnehmern gefunden, mehr als ein Dutzend wurden verhaftet. Ihnen drohen zum Teil Haftstrafen.

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Die Überdosis hätte leicht vermieden werden können: Die Veranstalter hatten bereits im letzten Jahr begonnen, die Passagiere nach mitgebrachten Drogen zu durchsuchen. Sie warnen die Teilnehmer online vor einer "Zero Tolerance"-Politik bei Verstößen. "Sie werden in Port Canaveral eingeschifft und müssen dabei Sicherheitskontrollen des Zoll und des Grenzschutzes passieren, einer Einheit der Homeland Security", heißt es auf der Webseite.

Die Betreiber äußerten bereits ihr Bedauern. Es handle sich um "einige wenige, deren Verhalten unser wunderbares Festival in ein schlechtes Licht rückt." Um Jake muss man sich glücklicherweise keine Sorgen machen. Er hat die Arbeit bereits wieder angetreten. Nach Einschätzung der Ärzte ist er wieder voll auf dem Damm. Ganz ohne Drogen.

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