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Von Aida bis Tui: Deutsche lieben Kreuzfahrten

Immer mehr Deutsche machen Urlaub nicht am Strand, sondern auf dem Wasser: Deutschland wird in diesem Jahr zum größten europäischen Kreuzfahrtmarkt und weltweit zur Nummer zwei nach den USA.

Zwei Kreuzfahrt-Königinnen im Hamburger Hafen: die "Queen Mary 2" (links) und "Queen Elizabeth" der Reederei Cunard.

Zwei Kreuzfahrt-Königinnen im Hamburger Hafen: die "Queen Mary 2" (links) und "Queen Elizabeth" der Reederei Cunard.

Die europäische Kreuzfahrtindustrie steuert weiter auf Wachstumskurs. Dabei ist Deutschland der dynamischste Markt. Das geht aus der jährlichen Marktstudie des europäischen Verbandes CLIA (Cruise Lines International Association) hervor, die am Montag in Hamburg veröffentlicht wurde. Danach buchten fast 6,4 Millionen Europäer im vergangenen Jahr eine Kreuzfahrt, das sind 3,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der Passagiere aus Deutschland erhöhte sich dagegen im gleichen Zeitraum um 9,2 Prozent auf 1,69 Millionen.

Deutschland macht damit 26,5 Prozent des europäischen Kreuzfahrtmarktes aus und steht auf Platz zwei knapp hinter Großbritannien mit einem Anteil von 27,2 Prozent und 1,73 Millionen Passagieren. "Nach meiner Einschätzung wird Deutschland noch in diesem Jahr zum größten europäischen Kreuzfahrtmarkt aufsteigen und weltweit Platz zwei hinter den USA einnehmen", sagte Michael Ungerer, Vorsitzender von CLIA Deutschland und Präsident von Aida Cruises.

30 Prozent aller Passagiere kommen aus Europa

Europa hat in den vergangenen Jahren nach Ansicht des Branchenverbandes eine Stellung als zentraler Dreh- und Angelpunkt der weltweiten Kreuzfahrtindustrie erreicht. Weltweit machten die europäischen Passagiere 30 Prozent aller Kreuzfahrtgäste weltweit aus; vor zehn Jahren lag der Anteil noch bei 21,7 Prozent.

Die gesamtwirtschaftliche Leistung der Branche in Europa beziffert die Studie auf 39,4 Milliarden Euro, das sind vier Prozent mehr als im Vorjahr. Darin sind Aufwendungen der Branche, Gehaltszahlungen und anderes enthalten.

"Vier Prozent Wachstum sind ein starkes Ergebnis für die europäische Kreuzfahrtbranche", sagte Ungerer. Die gesamte Wirtschaft in Europa sei im gleichen Zeitraum nur um 0,2 Prozent gewachsen; viele Länder hätten nach wie vor Schwierigkeiten. Auch für die Zukunft sei er weiter optimistisch. "In vielen Ländern steckt diese Urlaubsform noch in den Kinderschuhen; der Markt ist noch lange nicht gesättigt."

Inklusive der ersten Jahreshälfte 2014 würden bis 2017 weltweit 27 neue Kreuzfahrtschiffe in Dienst gestellt. Erst in der vergangenen Woche taufte die Hamburger Reederei Tui Cruises die "Mein Schiff 3".

tib/DPA / DPA

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