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Rekordversuch "Expedition 196": Sie will alle Länder der Welt bereisen – wie bezahlt sie das nur?

Für einen Rekordversuch reist eine US-Amerikanerin durch sämtliche Länder des Planeten: In so kurzer Zeit wie niemand zuvor will sie alle 196 Staaten besucht haben - 181 hat sie schon geschafft. Auf Instagram sieht das lustiger aus als es ist.

Screenshot eines Fotos der Expedition 196 von Cassandra De Pecol auf Instagram

196 Länder in weniger als zwei Jahren - das macht nicht nur Spaß, auch wenn's so aussieht

181 Länder hat Cassandra De Pecol schon besucht, und das in den vergangenen 16 Monaten. Die US-Amerikanerin ist 27 Jahre alt und so viel unterwegs für einen Rekordversuch. So schnell wie niemand zuvor will sie sämtliche Staaten der Erde bereisen. Das hat so seine Tücken.

"Bereisen" heißt im Rahmen des Rekordversuchs allerdings, dass sie in vielen Ländern quasi nur aus dem Flugzeug gestiegen ist - auf dem Weg ins nächste Land. Ein Selfie ist jedoch in jedem Staat drin, denn De Pecol dokumentiert ihren Rekordversuch medienwirksam auf Instagram: Dort postet sie regelmäßig Handyfotos aus jedem besuchten Land. "Expedition 196" hat De Pecol ihr Projekt genannt.

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Wer bezahlt das?

255 Flüge hat sie bislang schon hinter sich - das war bisher rund 200.000 Euro teuer. Sie finanziert ihre Expedition 196 durch Sponsoren, die sie auf ihrer Reise begleiten. Dadurch hat sie nicht nur das nötige Geld und auch Gesellschaft. Denn auch, wenn sie es auf ihren Fotos so aussehen lässt: Allein ist die 27-Jährige nicht. Auch ein Kamerateam begleitet sie und macht eine Dokumentation über ihren Welt-Trip. De Pecol bewirbt auf ihrer Reise Luxus-Hotels, die unterstützen sie im Gegenzug.

"Es war großartig, Studenten und Würdenträger zu treffen und auf meinen eigenen Pfaden die Orte zu entdecken", schreibt De Pecol über ihr Projekt bisher. "Das waren Orte, die vorher noch niemand, den ich kenne, gesehen hat. Ich liebe auch lange Busreisen."

Sonne, Strand Meer - Krieg, Hunger, Ungerechtigkeit

Doch das Länderhopping ist gar nicht so lustig, wie es klingt - oder auf Instagram aussieht. Es gibt auch Probleme. Nicht nur, dass sie sich ständig neue Reisepässe ausstellen lassen muss, weil sie mehrere braucht, um überhaupt sämtliche Stempel aus allen Ländern unterzubekommen. Zwischendurch muss sie außerdem immer mal wieder einen Flug nach Hause in die USA nehmen, dort ein Visum nach dem anderen beantragen und jedes Mal hoffen, dass es klappt - sonst war's das mit dem Rekord.

Doch was sie in einigen Ländern gesehen hat, hat sie nachdenklich und häufig traurig gestimmt. Zu all ihren Handyfotos von sich selbst auf Instagram schreibt De Pecol auch über "die Alpträume und die Traurigkeit, wenn es darum geht, Dinge zu sehen und zu erleben, die sehr schwierig zu verstehen sind. Das sind Krieg, Hungersnot, Belästigung, Ungerechtigkeit, Brutalität." Und weiter: "Um ehrlich zu sein, versuche ich verzweifelt, mich auf das Gute zu konzentrieren, aber manchmal empfinde ich das als emotionale Herausforderung."

Sie startete die Expedition im Juli 2015. Das erste Land, das sie im Rahmen des Rekordversuchs besuchte, war Palau, ein Inselstaat im Pazifischen Ozean. Danach reiste sie weiter über Japan, Australien und Neuseeland nach Samoa. 15 Länder fehlen ihr noch bis zum Rekord. Dafür bleiben ihr noch vier Monate.

Will probably go through one more of these bad boys before I finish #expedition196 ?? #braggingrights

Ein von ᶜᴬˢˢᴬᴺᴰᴿᴬ ᴰᴱ ᴾᴱᶜᴼᴸ (@expedition_196) gepostetes Foto am


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Ein von ᶜᴬˢˢᴬᴺᴰᴿᴬ ᴰᴱ ᴾᴱᶜᴼᴸ (@expedition_196) gepostetes Foto am



jen

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