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Flug nach Los Angeles: Wenn an Bord die Fäuste fliegen

Noch bevor eine Boeing in Tokio zum Start rollt, kommt es zu einer Auseinandersetzung. Was mit einer verbalen Attacke beginnt, artet in eine handfeste Schlägerei zwischen zwei Passagieren aus. Ein weiterer hat die Schlägerei gefilmt.

Der Flug von All Nippon Airways mit der Nummer NH6 war am Montag aufgrund von Wetterumständen bereits verspätet. Die Boeing 777-300ER parkte noch am Gate des Flughafens Narita in Tokio und sollte eigentlich zum Nachtflug nach Los Angeles um 17.05 Uhr starten. Doch dann bricht ein handfester Streit in den vorderen Reihen der Economy Class los.

Ein Passagier springt in der nur schwach besetzten Maschine auf und schlägt mit seinen Fäusten auf den hinter ihm sitzenden Fluggast ein. "Niemand hat ihn provoziert. Er war ruhig, bis er anfing, den Kerl zu schlagen", sagte der Passagier Corey Hour dem Sender CNN, der die Konfrontation mit seinem Handy gefilmt hat. "Er begann verbal zu attackieren und einzuschüchtern. Es gab keinen Anlass, es passierte einfach."

In dem kurzen Clip, der in den sozialen Medien hochgeladen wurde, ist zu sehen, wie eine Person im roten Hawaii-Hemd mit dem Streit beginnt, während die Maschine noch am Boden ist. Nach dem kurzen Schlagabtausch - der andere Fluggast wehrt sich heftig - wendet sich der Gewalttäter ab. Herbeigeilte Flugbegleiter versuchen die Streithähne zu trennen.

"Dieser Typ ist verrückt"

Eine weitere Passagierin in der Reihe dahinter ergreift vorsichtshalber die Flucht. "Dieser Typ ist verrückt", sagt einer. Im Hintergrund hört man Kinder, die das ganze mitansehen müssen und schreien. Doch dann kommt der Täter zurück und schlägt ein weiteres Mal auf denselben Passagier ein. Dann schaltet der filmende Passagier sein Handy ab und mischt sich schlichtend ein, wie er CNN später berichtet. "Ich war derjenige, der dazwischen ging."

Das Ende der Geschichte: Der Raufbold im inzwischen zerrissenen roten Hemd - ein alkoholisierter US-Bürger - wird vom Personal abgeführt und den japanischen Behörden übergeben.

Der Zeuge Corey Hour macht der Airline ein großes Kompliment: "Die ANA-Mitarbeiter und Passagiere begegneten der Situation mit Anstand und Respekt. Sie taten ihr Bestes, um die Situation zu entspannen." 

Die Boeing hob gegen 18:43 Uhr ohne den Schläger ab und erreichte Los Angeles mit einer Verspätung von 1 Stunde und 38 Minuten.

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tib

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