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TV-Moderator Markus Lanz Im Land von Eis und Kälte


Man kennt ihn aus dem Fernsehstudio, doch in seiner Freizeit holt TV-Moderator Markus Lanz selbst die Eisbären vor die Kamera. Die Zeugnisse seiner Exkursionen in die Welt von Schnee, Kälte und Robben zeigt er in dem Bildband "Grönland – Meine Reise ans Ende der Welt".

Grönland. Ein Land mit Tiefstemperaturen von minus 40 Grad Celsius. Weite schneebedeckte Flächen, mächtige Eisgletscher und wilde Tiere. Es ist ein Land, in dem sich der Mensch verloren vorkommen kann. Warum zieht es einen TV-Profi in diese verlassenen Weite? Welchen Reiz verströmt ein Land, das keine Wärme kennt? Markus Lanz ist in Deutschland bislang für seine Auftritte vor der Kamera bekannt. Seine Schwäche für Grönland kannten die wenigsten. Jetzt hat der TV-Moderator seine ganz persönlichen Eindrücke in einem Bildband gesammelt und gemeinsam mit National Geographic Deutschland veröffentlicht.

Rätselhaftes Grönland

Der Bildband "Grönland – Meine Reise ans Ende der Welt" zeigt Aufnahmen von großartigen Landschaften, der einmaligen Tierwelt der Arktis und dokumentiert die Entschleunigung eines Menschen in der unberührten Natur. Lanz berichtet von Erlebnissen mit den Inuit und den Expeditionen auf dem Hundeschlitten. "Es ist einfach ein wahres Abenteuer, in Grönland zu reisen", schwärmt Markus Lanz.“ Inzwischen habe ich das Gefühl, je öfter ich nach Grönland reise, desto mehr Fragen tun sich auf und desto rätselhafter wird dieses Land für mich.“ Auf seiner Reise durch die Arktis konnte Lanz mit seinen Fotos die Kontraste der Eiswüste einfangen. Von übermächtigen Naturerscheinungen, wie dem grün schimmernden Nordlicht bis hin zu faszinierenden Begegnungen mit Eisbär und Wal. „In Grönland läuft alles nach Plan. Leider ist dieser Plan nie der eigene. Wenn man auf Reisen ist, kann ein gewaltiger Schneesturm dazwischen kommen. Wenn man das miterlebt hat, dann versteht man, was Naturgewalten alles ausrichten können“, so Lanz.

Weit weg vom Fernsehstudio

Der Fernsehmann besitzt ein Gespür für den richtigen Moment und beeindruckt mit seinen faszinierenden Aufnahmen. Angesichts der eisigen Temperaturen stellte sich das Fotografieren als Herausforderung da. Auf das Ergebnis blickt Lanz stolz zurück. "Es ist ein schönes Gefühl, etwas Bleibendes zu schaffen. Es ist eine große Motivation für mich, Erlebnisse zu Papier zu bringen und irgendwann sein "Baby" vor sich zu haben. Ein Buch, das nicht so flüchtig ist wie eine Fernsehsendung, die ja in dem Moment zu Ende ist, nachdem sie gesendet wurde“, sagt Lanz.

Worte, die man von dem Moderator, der seit fast 15 Jahren im Showbusiness tätig ist, nicht erwartet hätte. Der Kontrast zwischen der lauten, hektischen Fernsehwelt und dem verlassenen, weiten Grönland könnte größer nicht sein. „Wir brauchen ständig neue Zerstreuung. Wir brauchen die Zeitung, das Fernsehen und das Internet. In Grönland ist dann plötzlich alles weg. Du bist zurückgeworfen und auf dich allein gestellt. Mit der Zeit lässt man sich auf die Umgebung ein und wird ruhiger. Das tut unheimlich gut.“

Lisa Reggentin

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