UMFRAGE New Yorker haben immer noch Angst


Beim Betreten des Empire State Buildings überkommt die meisten New Yorker ein eher ungutes Gefühl. Auch neun Monate nach den Anschlägen haben die Bürger des »Big Apple« immer noch Angst.

Neun Monate nach der Zerstörung des World Trade Centers leben sehr viele New Yorker noch in akuter Angst vor neuen terroristischen Angriffen. Jedoch blickt die große Mehrzahl der Einwohner der Acht-Millionen-Metropole zuversichtlich in die Zukunft und will in keiner anderen Stadt leben. Das ergab eine Umfrage der »New York Times« und des Fernsehsenders CBS.

Angst in der U-Bahn und in bekannten Hochhäusern

Danach gaben 41 Prozent der Befragten an, nach den Terroranschlägen vom 11. September aus ihrer Sicht gefährdete Gegenden, darunter das Umfeld bekannter Hochhäuser, Touristenattraktionen sowie Sportstadien nach Möglichkeit zu meiden. 36 Prozent derjenigen New Yorker, die täglich mit der U-Bahn fahren, fühlen sich dabei unsicher.

New York eine der gefährdesten Städte der USA

16 Prozent klagten über Schlafstörungen, die sich nach dem 11. September eingestellt hätten. 60 Prozent erklärten, die Gefahr neuer terroristischer Anschläge sei in New York größer als in jeder anderen Stadt der USA. Die Umfrage fand vor den jüngsten Berichten des FBI über die Vereitelung von Plänen über einen radioaktiven Bombenanschlag statt.

Bürger trotzdem optimistisch

Trotz aller Ängste glauben die weitaus meisten New Yorker, ihre Stadt werde auch in den nächsten Jahren ein Ort sein, an dem sie gern leben. Zwei Drittel erklärten, sie würden deshalb den »Big Apple« jeder anderen Metropole Amerikas vorziehen. Und obwohl New York derzeit die schlimmste Krise der öffentlichen Finanzen mit Kürzungen in vielen Bereichen erlebt, überwiegt der wirtschaftliche Optimismus. 85 Prozent der 1000 Befragten gaben an, sie seien überzeugt, dass sich die Unternehmen der Stadt von den Folgen der Terroranschläge vollständig erholen werden.


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