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Fernverkehr im Winter: SPD kritisiert Deutsche Bahn für Zugausfälle

In diesem Winter sind wegen der frostigen Kälte bei der Deutschen Bahn im Schnitt täglich 114 Züge total oder teilweise ausgefallen. Besonders betroffen waren Passagiere von Fernzügen.

In diesem Winter sind wegen der frostigen Kälte bei der Deutschen Bahn im Schnitt täglich 114 Züge total oder teilweise ausgefallen. Besonders betroffen waren Passagiere von Fernzügen, wie am Freitag die "Bild"-Zeitung aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage des SPD-Bundesstagsabgeordneten Uwe Beckmeyer zitierte. Im Winter 2009/2010 mussten demnach "auf Grund witterungsbedingter Einflüsse" im Schnitt 30 Fernzüge pro Tag zum Teil oder ganz gestrichen werden. Das sei drei Mal so viel wie im Winter davor und sogar sechs Mal so viel wie im Winter 2007/2008. Gezählt wurden dabei alle ausgefallenen Fernzüge, für die kein Ersatz gestellt werden konnte. Zugverspätungen wurden nicht berücksichtigt.

In diesem Winter kam es den Angaben zufolge zudem im Schnitt zu 39 Totalausfällen und 45 Teilausfällen bei Regionalzügen pro Tag. Dies habe laut Bahn etwa der Ausfallquote der vergangenen Jahre entsprochen. "Dieser massive Zugausfall ist nicht hinnehmbar", sagte SPD-Verkehrsexperte Beckmeyer der Zeitung. Er warf Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) Tatenlosigkeit vor. Der Deutsche Bahn hatte in diesem Winter wegen niedriger Temperaturen und Schneefällen über Wochen hinweg massive technische Probleme.

AFP / AFP

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