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Onlineportale für Ferienunterkünfte: Warentest ernthüllt: Das sind die miesen Tricks von Airbnb und Co

Vorsicht Falle im Internet: Bei einer Untersuchung von 21 Vermittlern von Unterkünften und Ferienhäusern stieß die Stiftung Warentest auf "intransparente" Trefferlisten, Abofallen und unnötige Versicherungen. Gerade noch ein "befriedigend" erhielt Airbnb. 

Laptop mit Buchungswebsite

Stiftung Warentest hat Online-Vermittler von Unterkünften und Ferienhäusern untersucht.

Eingeblendete Sätze wie "Nur noch zwei Zimmer verfügbar" oder "Es sehen sich gerade sechs Personen dieses Hotel an" kennt jeder, der schon einmal auf Hotelsuche im Internet war. Die Stiftung Warentest nennt solche Hinweise "ärgerlich", weil sie Kunden zur schnellen Buchung animieren sollen.

Auch seien die Ergebnisseiten bei vielen Portalen "intransparent", weil in vorderer Position Hotels abgebildet werden, die zum Beispiel bei booking.com am sogenannten Preferred-Programm teilnehmen. Verbraucher könnten nicht wissen, nach welchen Kriterien solche Angebote mit dem Zusatz "Empfehlung" oder "Bestseller" ausgesucht sind. Tipp: Die Trefferliste nach Preis, Bewertung oder Entfernung neu sortieren.

Achtung Abofalle bei hotelreservierung.de

Anhand von fünf fiktiven Reisevorhaben wurden neun Portale für Hotelzimmer, neun für Ferienwohnungen und drei für Privatunterkünfte getestet. Dabei wurden die Suchfunktion, die Trefferliste, die Internetseite und die allgemeinen Geschäftsbedingungen untersucht.

Bei den Hotel-Portalen schnitt HRS mit "gut" ab, hotelreservierung.de der Unister-Gruppe und otel.com wurden nur mit einem "ausreichend" eingestuft. Bei letzter Website existiert nicht einmal ein Impressum, nur eine Telefonnummer in Istanbul sei angegeben.

Bei der Unister-Website missfiel den Testern die Abofalle für Versicherungen, die sich stillschweigend verlängern. Außerdem gibt hotelreservierung.de als einziger Anbieter im Test Preise für Doppelzimmer pro Person an."Das erweckt den Eindruck, die Angebote seien besonders günstig", so das Fazit. Bei booking.com mit Sitz in den Niederlanden kritisiert Stiftung Warentest, dass kein deutsches Recht gilt. Im Streitfall müssten Kunden im Ausland vor Gericht ziehen, was auch für andere Websites zutrifft.

Airbnb, Wimdu und 9flats.com

Die neun getesteten Anbieter von Ferienhäuser- und Wohnungen haben dagegen sieben Mal die Note "Gut" erhalten, allen voran Casamundo. E-Domizil und Tourist-Online wurden wegen unerlaubter Klauseln abgewertet.

Weil bei 9flats.com die meisten Privatunterkünfte direkt zu buchen waren, landete diese Website von den drei Portalen für Privatunterkünfte vor Wimdu mit Note 2,7 und Airbnb mit Note 3,5. "Airbnb haben wir abgewertet, weil für Verträge irisches Recht gilt", heißt es im September-Heft der Zeitschrift "test".

Kunden des Portals müssen sich zudem durch 32 Seiten "Nutzungsbedingungen kämpfen", merken die Tester bei Airbnb an. Sie berichten von Nutzern, bei deren Anmietungen von Privatwohnungen nicht alles glatt lief.

 

Den ausführlichen Test "Onlineportale für Ferienunterkünfte" finden Sie auf www.test.de/ferienunterkuenfte

tib

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.