HOME

Telefonieren im Ausland: Wenn die Mailbox zur Kostenfalle wird

Auch im Auslandsurlaub wollen viele Reisende nicht auf ihr Handy verzichten. Allerdings kann die mobile Erreichbarkeit zu einem teuren Vergnügen werden. So reduzieren Sie Ihre Rechnung schützen Sie sich vor bösen Überraschungen.

Vor der Abreise sollten Urlauber den Anrufbeantworter ihrer Handys komplett ausschalten. Sonst kann es sehr teuer werden, wie der Online-Ratgeberdienst Teltarif erläutert. Wenn zum Beispiel im Türkeiurlaub ein Anruf auf die aktive Mailbox weitergeleitet wird, kann das je nach Tageszeit und Netz bis zu 2,24 Euro pro Minute kosten. Auch bei der Rückreise kann eine Kostenfalle lauern, wenn das Gerät erst im Flieger ausgeschaltet wird.

Der Anrufbeantworter funktioniert so: Der Anruf läuft erst ins Ausland, wird dann nach Deutschland zurückgeschickt, wenn der Betroffene nicht abgenommen hat, und landet dann erst in der Mailbox. Kunden von T-Mobile, E-Plus und O2 zahlten bei solchen umgeleiteten Anrufen doppelt, warnt Teltarif: Zuerst fallen die Kosten für die Weiterleitung ins ausländische Netz an und dann die für die Umleitung zurück auf die deutsche Mailbox.

Vodafone-Kunden zahlen für eine Umleitung innerhalb der Europäischen Union nichts mehr. Außerhalb der EU werden aber auch sie kräftig zur Kasse gebeten. Das Deaktivieren der voreingestellten Mailbox-Funktion geht über das Menü des Geräts.

Weitere Kostenfalle, wenn der Anrufbeantworter nicht ausgeschaltet ist: Ist das Handy im Ausland einmal nicht im Netz eingebucht, dient der letzte bekannte Aufenthaltsort als Berechnungsgrundlage. Wer also im Ausland ins Flugzeug steigt und erst dort sein Handy ausschaltet, muss unter Umständen sogar nach der Landung noch mit hohen Gebühren rechnen. Ist der Urlauber schon wieder in Deutschland gelandet, sein Mobiltelefon aber noch nicht in ein deutsches Netz eingebucht, werden Anrufe möglicherweise zuerst noch einmal zum letzten Aufenthaltsort geleitet und dann zurück zur Mailbox.

AP / AP

Wissenscommunity