Unwetter Urlaub fiel ins Wasser


Wegen der Unwetter sind in Frankfurt 242 Flüge gestrichen worden. Hunderte Fluggäste mussten auf dem Flughafen übernachten. Während es am Wochenende wettertechnisch für den Süden entspannt aussieht, muss der Norden erneut mit Regen und Hagel rechnen.

Nach den heftigen Unwettern vom Donnerstag haben bis zu 500 Passagiere die Nacht auf dem Frankfurter Flughafen verbringen müssen. Seit Freitagvormittag lief der Verkehr laut Flughafensprecher Klaus Busch wieder ohne Störungen. Die meisten Passagiere hätten ihre Reise fortsetzen können. Ausnahme waren Reisende, die selten angeflogene Ziele in Südamerika, Asien und Afrika gebucht hatten.

Insgesamt waren am Donnerstag wegen der heftigen Regenfälle und der schweren Gewitter 242 Flüge in Frankfurt/Main ausgefallen - 123 Ankünfte und 119 Abflüge. Betroffen von den Verzögerungen waren rund 30.000 Fluggäste - an einem durchschnittlichen Tag zählt der Flughafen rund 140.000 Passagiere. Viele der Gestrandeten wurden in Hotels untergebracht oder mussten auf die Bahn ausweichen. Die Flughafenfeuerwehr hatte Feldbetten im Transitbereich aufgestellt, damit die dort hängen gebliebenen Passagiere nachts ein bisschen schlafen konnten. Die Verpflegung übernahmen die Fluggesellschaften.

Überschwemmte Landebahnen

Die Wolkenbrüche vom Donnerstag hatten die Start- und Landebahnen unter Wasser gesetzt und das Vorfeld überschwemmt. Zudem sorgten die Wassermassen für schlechte Sicht beim Anflug. Zeitweise fiel auch die Gepäckbeförderungsanlage aus. Ursache war laut Flughafen über Dach und Schächte eindringendes Wasser.

Für den Freitag erwartete der Flughafen mit einem überdurchschnittlich hohen Passagieraufkommen. "Mit Urlaubsbeginn in Nordrhein-Westfalen kommt der erste Schwung Ferienflieger auf uns zu. Dazu kommen Wochenendtouristen und Pendler", sagte Busch. Insgesamt rechnet der Flughafen mit rund 170.000 Fluggästen. Solange es keine neuen starken Gewitter gebe, werde der Verkehr normal laufen.

Am Wochende im Norden Schauer und Gewitter

Am Samstag kommt es vor allem im Norden und der Mitte verbreitet zu Schauern und Gewittern, die mit kleinen Hagelkörnern und Böen bis Sturmstärke einhergehen können. Im Süden ist es freundlicher, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Nach den hochsommerlichen vergangenen Tagen wird es mit Höchstwerten von 16 bis 22 Grad fast schon herbstlich. Sonntagsspaziergänger haben im Süden das meiste Glück: Dort scheint zeitweise die Sonne, und Schauer treten kaum auf.

Nach Norden hin nimmt die Schauerneigung zu. Im Nordosten sind einzelne Gewitter möglich. Die Thermometer klettern auf 17 und 23, im Süden örtlich auf 25 Grad. Teils kräftige Schauer und Gewitter erwarten die Meteorologen für Montag. In den folgenden Tagen ist vom Sommer weit und breit nichts zu spüren: Es gibt immer wieder Schauer und Gewitter, und selbst am Oberrhein steigen die Temperaturen kaum über 20 Grad.

AP/DPA AP DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker