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Ein Leben in Gefangenschaft : Wegen Tierquälerei: Tripadvisor verkauft keine Tickets für Seaworld mehr

Die Reiseplattform Tripadvisor stoppt den Verkauf für Tickets der "Seaworld"-Vergnügungsparks in den USA. Laut Tierschützern leiden die Tiere unter ihrem Leben in Gefangenschaft. 

Zwei Schwertwale bei Seaworld

In freier Wildbahn legen Schwertwale täglich im Schnitt 65 Kilometer zurück – bei Seaworld ist ihnen das nicht möglich

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Die Reiseplattform Tripadvisor hat angekündigt, keine Tickets für Seaworld mehr zu verkaufen. Die Vergnügungsparks in San Diego, Orlando und San Antonio in den USA stehen seit Jahren in der Kritik. Laut Tierschützern ist die Haltung der Tiere in Gefangenschaft nicht artgerecht. Aus diesem Grund hatten bereits andere Reisveranstalter Shows mit Orcas und Delfinen aus dem Programm genommen. 

"Wale und Delfine entwickeln sich in Gefangenschaft nicht und wir hoffen auf eine Zukunft, in der sie leben, wie sie sollten – frei und in der Wildnis“, sagte Dermot Halpin, Präsident der TripAdvisor-Abteilung "Experiences und Rentals", dem Reisemagazin "Skift". Wissenschaftler stimmen ihm zu. So sagte etwa Naomi Rose vom Animal Welfare Institute in Washington, D.C.: "TripAdvisor liegt damit genau richtig, Touristen sollten nicht länger die Ausbeutung dieser intelligenten Tiere tolerieren."

Schwertwal Kayla starb mit nur 30 Jahren in der Seaworld

Seaworld ist immer wieder in Kritik geraten, vor allem nach Veröffentlichung der CNN-Dokumentation "Blackfish" im Jahr 2013. Der Bericht prangerte unter anderem Seaworlds Gefangenschaftspraktiken der Wale an. Auch seien Seaworld-Trainer während der Live-Shows unnötigen Gefahren ausgesetzt worden.

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Erst im Januar dieses Jahres hatte der Schwertwal Kayla aus der Seaworld in Orlando traurige Berühmtheit erlangt. Mit nur 30 Jahren war die Schwertwal-Dame verendet, obwohl die Tiere bis zu 90 Jahre alt werden können. Die genaue Todesursache ist nicht geklärt. Tierschützer gehen davon aus, dass die Gefangenschaft der Tiere ihr Leben verkürzt. In der Natur legen Orcas gewöhnlich Strecken von im Schnitt 65 Kilometern am Tag zurück. Kayla hatte diese Möglichkeit nicht. In ihrem 30-jährigen Leben konnte sie kein einziges Mal im Ozean schwimmen. 

Quellen: "Skift", "National Geographic"

ame
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