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Tote bei Stürmen auf Iberischer Halbinsel: Tief Xynthia rast auf Deutschland zu

Ein gewaltiges Sturmtief hat auf der Iberischen Halbinsel vier Menschen das Leben gekostet und beträchtliche Schäden angerichtet. Am Sonntagnachmittag soll Tief Xynthia Deutschland erreichen.

In der Nacht hatten Orkanböen Geschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern erreicht. Im Norden Spaniens wurden in der Gegend von Burgos zwei Männer getötet, die mit einem Auto gegen einen umgestürzten Baum geprallt waren, der auf der Fahrbahn lag. Bei Ourense im Nordwesten des Landes wurde eine 82-jährige Frau von einer umstürzenden Mauer erschlagen. Im Norden Portugals tötete in der Gegend von Porto ein abbrechender Ast einen zehnjährigen Jungen.

Deutschland rüstet sich für den Sturm

Ab Sonntagnachmittag soll Tief Xynthia im Westen, höheren Mittelgebirgslagen und den Alpen Sturmböen bringen, im Westen und Südwesten sogar orkanartige Böen. Von der Iberischen Halbinsel kommend zieht das Tief mit seinem Zentrum vom Ärmelkanal entlang der Nordseeküste in Richtung Schleswig-Holstein. An seiner Flanke erfasst ein Sturmfeld den Südwesten und Westen, das sich im weiteren Verlauf vor allem über den Mittelgebirgsraum ostwärts ausweitet.

Der Deutsche Wetterdienst warnt im Westen und Südwesten vor orkanartigen Böen mit Windgeschwindigkeiten von 110 Stundenkilometern (Stärke 11); im Alpenraum bestehe die Gefahr von unwetterartigen Böen zwischen 100 und 120 Stundenkilometern, auf exponierten Gipfeln auch Böen über 120 Stundenkilometer (Stärke 12). Gleichzeitig ist im Mittelgebirgsraum Dauerregen möglich.

Später im Tagesverlauf und in der Nacht zum Montag geht im Norden und in höheren Mittelgebirgslagen der Niederschlag zunehmend in Schnee über. Oberhalb von 600 Metern bilden sich dann in exponierten Berglagen auch Schneeverwehungen, wie die Meteorologen vorhersagen.

Am Dienstag wird das Wetter zumindest im Südwesten deutlich besser. Bei rund zehn Grad ist es meist trocken, manchmal lässt sich die Sonne blicken. Im Nordosten sieht es schlechter aus. Hier ist der Himmel bewölkt, es kann bei Temperaturen um drei Grad etwas regnen oder schneien. Der Wind weht nur noch schwach bis mäßig.

DPA/AP / AP / DPA

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