HOME

Ärger bei United Airlines: Maschine überbucht: Dieser Junge muss auf Mamas Schoß sitzen - trotz 1000-Dollar-Ticket

Die Lehrerin Shirley Yamauchi hatte für sich und ihren Sohn Flugtickets von Hawaii nach Boston gekauft. Günstig war das nicht, allein das Ticket für ihren Sohn soll 1000 Dollar gekostet haben. Doch der Kleine bekam nicht mal einen Sitzplatz.

Eigentlich wollte Shirley Yamauchi, Lehrerin auf Hawaii, nur zu einem Pädagogen-Kongress nach Boston fliegen. Ihren zweijährigen Son Taizo wollte sie mitnehmen. Einen Direktflug bekam sie nicht, die beiden musste in Houston umsteigen. Der Trip war sicherlich kein Schnäppchen, sagte Yamauchi "Hawaii News Now". Allein für das Ticket des Kleinkindes zahlte sie 1000 Dollar. Dafür, dass ihr Sohn nicht einmal einen Sitzplatz bekam, ein unverfrorener Preis.

Die erste Teilstrecke bis nach Houston verlief ohne Probleme. Hier konnte Taizo auch noch sitzen. Dann musste die kleine Familie umsteigen, berichtet die "Washington Post". Als die beiden darauf warteten, dass sie ins Flugzeug von United Airlines einsteigen konnten, kam ein Mann dazu. Das Problem: Er hatte eine Karte für den gleichen Sitz wie Taizo. "Ich erklärte ihm, dass ich beide Sitze bezahlt habe", berichtet Yamauchi "KITV4". "Ein Flugbegleiter kam dazu, zuckte mit den Schultern und sagte: 'Der Flug ist voll.'"

United Airlines: "Der Flieger ist voll"

Offenbar war der Boarding-Pass des kleinen Jungen falsch gescannt worden, erzählt ein Sprecher der "Washington Post". Dadurch wurde das Kind nicht im System registriert - und der Sitz wurde einfach an einen der Standby-Passagiere vergeben, die auf einen freien Sitzplatz in der Maschine gehofft hatten.

Die Airline sagte, dass sie eine Zahlung als Wiedergutmachung für die Familie leisten wollte. Das Problem: "Mir wurde gesagt, dass wenn wir irgendeine Zahlung sofort bekommen würden, alle weiteren Flugbuchungen zurück nach Hawaii auch gecancelt worden wären", so Yamauchi. Sie berichtete "KITV", dass sie eigentlich gegen dieses Vorgehen protestieren wollte, aber keine Szene machen wollte. Sie habe sich an all die gewalttätigen Szenen in den Nachrichten erinnert, beispielsweise an David Dao, der im April sehr rabiat aus dem Flugzeug befördert wurde."Ich wollte nicht, dass mir sowas auch passiert", so die Mutter weiter. 

Kind flog auf dem Schoß der Mutter mit

Also nahm sie ihren Sohn kurzerhand auf den Schoß - immerhin bei einem Flug von rund dreieinhalb Stunden. Ihr Sohn wiege derzeit rund 25 Pfund, also gut 12,5 Kilo. Eigentlich verstößt dieses Vorgehen gegen die Sicherheitsanweisung der US-Luftfahrtbehörde. "Wir entschuldigen uns sehr bei Frau Yamauchi und ihrem Sohn für diese Erfahrung", lässt die Airline in einem Statement wissen. Fragen, warum der Junge ohne Sitzplatz fliegen durfte und ob dies sicher sei, wurden allerdings nicht beantwortet. 

Instagram-Account : Diese unglaublichen Dinge nehmen Passagiere mit ins Flugzeug
kg

Wissenscommunity