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Verhandlungen: Streit um Onur Air spitzt sich zu

Der Streit um das von vier europäischen Ländern verhängte Start- und Landeverbot für Maschinen der türkischen Fluggesellschaft Onur Air spitzt sich zu. Die türkische Regierung schaltete sich erneut in die Auseinandersetzungen ein.

Tourismusminister Atilla Koc kritisierte, der Türkei würden im Tourismus "Hindernisse von außen" in den Weg gelegt. Eine "starke" Fluglinie wie Onur Air, die etwa 3,5 Millionen Touristen ins Land bringen könne, sei gestoppt worden, "(nur) weil es bei ein oder zwei Maschinen Pannen gegeben haben soll", sagte der Minister am Montag auf Fragen türkischer Journalisten.Regierungsvertreter aus den Niederlanden und der Türkei verhandelten am Montag über das von Den Haag verhängte Flugverbot für die türkische Fluggesellschaft Onur Air. Ein Sprecher der niederländischen Flugaufsicht wollte fünf Stunden nach Beginn des Treffens in der Nähe des Amsterdamer Flughafens Schiphol keine näheren Angaben über Inhalt und Atmosphäre machen.

Der Sprecher gab auch keinen Hinweis, ob sich die Standpunkte angenähert hatten. "Immerhin - es wird weiter gesprochen", meinte er lediglich. Er erwarte, dass zum Abschluss der Begegnung möglicherweise noch am Abend ein Kommuniqué veröffentlicht werde. Die betroffene Fluggesellschaft sei bei dem amtlichen Treffen nicht anwesend, erläuterte der Beamte der niederländischen Flugaufsicht. Auch deutsche Regierungsvertreter seien nicht beteiligt.Die niederländische Regierung hatte am Donnerstag ein Flugverbot verhängt, weil es in letzter Zeit bei Onur Air zu viele Vorfälle gegeben habe, die auf Gefährdung der Flugsicherheit hinwiesen. Onur Air hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Nach einem Bericht der Zeitung "De Telegraaf" prüft die Gesellschaft, ob sie juristisch gegen das Verbot vorgehen soll.

DPA / DPA
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