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WM-Wetter am Wochenende Vor dem Anpfiff knallt's


Auf das Sommermärchen-Wetter müssen wir noch warten. Tief "Doris" bringt Deutschland am Freitag Schwüle und Gewitter. Aber zum WM-Wochenende beruhigt sich das Wetter. Statt der zum Junianfang üblichen Schafskälte ist Wärme angesagt.

Am Donnerstag hat die Schwüle weiter zugenommen, dem Westen drohen erneut heftige Gewitter mit starken Regenfällen, Hagel und Sturmböen. Schuld daran ist ein Tief über der Biscaya, das von Süden her weiterhin feuchtwarme, teils heiße subtropische Luft nach Deutschland lenkt und auf kühlere Luftmassen trifft. "Wenn die zusammenkommen, dann knallt's", erklärt Meteorologe Thomas Ruppert vom Deutsche Wetterdienst (DWD). Die Temperaturen steigen am Donnerstag im Süden vielerorts auf über 30 Grad - in der zunehmenden Schwüle ist es gefühlt noch heißer

Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen?

Die Unwettergefahr verschärft sich. Besonders im Norden und Westen blitzt und donnert es kräftig. "Bei bis zu 33 Grad erreicht der Sommer 2010 seinen vorläufigen Höhepunkt. Es wird noch drückender und schwüler", sagt Franziska Polak vom privaten Wetterdienst wetter.net. In der Nacht zum Freitag kommt es wahrscheinlich von Frankreich und der Schweiz her zu neuerlichen schauerartigen Regenfällen und Gewittern, die nordostwärts vorankommen. Es besteht Unwettergefahr! Die Tiefstwerte liegen zwischen 20 und 14 Grad.

Das Wochenende wird trockener

Für die große Eröffnungsfeier zur Fußball-WM am Freitag sagen die Experten des DWD durchwachsenes Wetter mit sommerlichen Temperaturen und Gewittern vorher. Die Gewitterfront erreicht am Freitag den Osten, wo es noch einmal bis 30 Grad heiß wird, ehe sich das Wetter am Wochenende überall beruhigt. Es wird etwas kühler, aber nicht kalt.

Am Samstag erwarten die Meteorologen Höchstwerte zwischen 19 Grad im Norden und 25 Grad am Oberrhein. "Schafskälte ist das nicht", sagte Ruppert. Als Schafskälte wird ein Kälterückfall auf Werte deutlich unter 20 Grad bezeichnet, der häufig zwischen 10. und 14. Juni auftritt. Dazu müsste eine Nordwetterlage herrschen, erläuterte Ruppert. "Wir haben jetzt das Gegenteil."

Am Sonntag kaum noch Regenschauer

Ob es auf den Fanmeilen wieder so stimmungsvoll werden kann wie vor vier Jahren, hängt nicht nur vom sportlichen Geschehen in Südafrika, sondern auch vom Wetter hierzulande ab. 2006 passte einfach alles, als Deutschland in München mit 4:2 gegen Costa Rica startete.

Wer sich das erste Spiel der deutschen Elf am Sonntagabend in einer der Public-Viewing-Areas ansieht, benötigt keinen Schirm. Nach der Vorhersage von wetter.net bleibt es am Sonntag trocken. Nur noch selten gibt es am Vormittag einzelne Schauer. Nachmittags scheint verbreitet die Sonne. Die Temperaturen klettern auf 14 bis 18 Grad in Schleswig-Holstein und 23 bis 25 Grad in Südostbayern. In der Nacht zum Montag kühlt die Luft auf Tiefstwerte zwischen 15 und 8 Grad ab. Wer das Fußballspiel gegen Ghana ab 20:30 Uhr auf einer Fan-Meile miterleben möchte, benötigt Pullover oder eine Jacke.

Gute Aussichten in Südafrika

In der kommenden Woche bleibt das Wetter gemischt, es kommt im Süden zu weiteren Schauern und Gewittern, während es in der Mitte nur vorübergehend regnet. Im weiteren Wochenverlauf rechnen die Wetterexperten wieder mit einem Hoch. Die Temperaturen steigen im ganzen Land allmählich wieder an, örtlich bis auf 27 Grad. Für Freitag, den 18. Juni, wenn Deutschland gegen Serbien antritt, wird mit sommerlichem Wetter zwischen 22 und 28 Grad gerechnet.

Trotz des südafrikanischen Winters in Südafrika herrschen in Durban, wo die deutsche Nationalmannschaft am Sonntag gegen Australien antritt, beste klimatische Voraussetzungen. Der Wetterdienst sagt blauen Himmel, Höchsttemperaturen von 26 Grad und in der Nacht Werte um 16 Grad voraus. "Man würde sich so einen Winter in Deutschland wünschen", so der Kommentar von Bundestrainer Joachim Löw zum sonnigen Wetter in Südafrika.

tib

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