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Ärzte retten ungeborenes Kind: Schwangere Ex-Olympialäuferin stirbt nach Herzinfarkt

Vor den Augen ihres zweijährigen Sohnes ist die äthiopische Läuferin Meskerem Legesse gestorben. Sie war im neunten Monat schwanger, ihr Baby überlebte.

Die Läuferin Meskerem Legesse ist tot. Die Olympia-Teilnehmerin, die im neunten Monat schwanger war, starb an einem Herzinfarkt. Ihr ungeborenes Kind konnten die Ärzte retten. Das Mädchen hätte in drei Wochen zur Welt kommen sollen. Nach Angaben der Lokalzeitung "Hartford Courant" war die 26-Jährige in Hamden, nordöstlich von New York, vor den Augen ihres zweijährigen Sohnes kollabiert. Laut dem regionalen Fernsehsender WFSB hatten die beiden gerade in einem China-Restaurant Platz genommen, als sich der Vorfall ereignete.

Legesse stammt aus Äthiopien und lebte in den USA. 2004 hatte sie als Langstreckenläuferin über 1500 Meter bei den Olympischen Spielen in Athen teilgenommen. Als 18-Jährige hatte sie den Junioren-Weltrekord über 800 Meter aufgestellt. Legesse musste ihre Berufslaufbahn wegen Herzproblemen frühzeitig abbrechen. Inwieweit ihre Krankheit zu dem Herzinfarkt geführt hat, ist nicht bekannt.

"Sie war sehr beliebt in der Läufergemeinde", sagte Bill Staab, Präsident eines New Yorker Läufervereins, der Legesse kannte. "Sie war charmant, eine sehr attraktive Frau und eine gute Mutter. Es ist ein entsetzlicher Verlust für die äthiopische Läufergemeinde in New York."

lene/DPA / DPA
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