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Cholerischer Leverkusen-Trainer: "Halt einfach die Schnauze" - Roger Schmidt pöbelt sich wieder auf die Tribüne

Für Bayer Leverkusen läuft es sportlich nicht gut im Moment. Im Spiel gegen Hoffenheim war das Team auf der Verliererstraße - und Trainer Roger Schmidt leistete sich einen peinlichen Ausraster.

Bayer-Trainer Roger Schmidt verfolgt das Spiel seiner Leverkusener gegen Hoffenheim

Hat sich manchmal nicht unter Kontrolle: Bayer-Trainer Roger Schmidt während des Spiels gegen Hoffenheim

Es läuft nicht gut bei Bayer Leverkusen. Nach acht Spieltagen steht der Dritte der Vorsaison auf dem 11. Tabellenplatz. Vier Niederlagen kassierte das Team von Roger Schmidt in der Bundesliga, gerademal zehn Punkte kamen bisher zusammen. Auch in der nicht besonders starken Gruppe der Champions League hat Bayer nach drei Spielen noch keinen Sieg gelandet. Man kann sagen: Sportlich bleibt die Mannschaft bislang weit hinter den Erwartungen zurück.

Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass Roger Schmidt etwas unter Strom steht und sich während des Spiels gegen Hoffenheim einen üblen Ausraster gegen Gäste-Trainer Julian Nagelsmann leistete. Schmidt wurde dafür von Schiedsrichter Bastain Dankert auf die Tribüne verbannt.

Kevin Volland fliegt nach sechs Minuten

Was war passiert? Schmidts Team spielte schon seit der sechsten Minute mit zehn Mann, weil Angreifer Kevin Volland wegen einer Notbremse die rote Karte gesehen hatte. Wenige Minuten später kassierte Leverkusen das erste Gegentor. Kurz nach der Pause erhöhte Hoffenheim die Führung auf 2:0. Dann kam es in der 52. Minute zum Eklat. Bayer-Profi Wendell stieg dem Hoffenheimer Niklas Süle direkt vor den Trainerbänken auf die Füße, Süle ging zu Boden. Ob Nagelsmann daraufhin die gelbe Karte für Wendell forderte, ist nicht ganz klar. Auf jeden Fall pöbelte Schmidt auf den jungen Kollegen ein: "Leck mich doch am Arsch, was willst Du denn. Das ist doch gar nichts. Was willst du Spinner? Setz dich auf deinen Platz." Und später: "Halt doch einfach die Schnauze!“ Die Verbannung auf die Tribüne folgte prompt. Bayer verlor am Ende mit 0:3.

Das wird Konsequenzen für Schmidt haben. Das DFB-Sportgericht wird ihm eine Strafe aufbrummen. Erschwerend kommt hinzu, dass Schmidt Wiederholungstäter ist. Im Februar dieses Jahres verursachte der cholerische Coach im Spiel gegen Dortmund sogar eine Spielunterbrechung, als er sich nach einem Verweis auf die Tribüne weigerte, die Trainerbank zu verlassen. Er wurde zu einer Fünf-Spiele-Sperre verurteilt. Drei saß er ab, zwei wurden auf Bewährung ausgesetzt.  Und die Bewährung läuft noch. Schmidt wird also die beiden Partien der Bewährung gesperrt werden und für die neue Entgleisung. Da kann einiges zusammenkommen.

Roger Schmidt schadet der Mannschaft

Dass der Trainer in einer sportlich schwierigen Phase für mehrere Spiele auf der Tribüne sitzt, ist alles andere als ideal. Die unkontrollierten Wutausbrüche schaden der Mannschaft und dem Ansehen des Klubs. Sportdirektor Rudi Völler verteidigte seinen Coach - so wie immer: "Ich hätte mir mehr Fingerspitzengefühl vom Schiedsrichter gewünscht. Ohne die Vorgeschichte hätte er weggehört", meinte Völler.

Doch wer weiß? Vielleicht spielt Leverkusen ohne den cholerischen Motzki am Spielfeldrand ja auch besser.

tis

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