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Nach Trennung: Boris Becker tritt gegen Ex-Schützling Djokovic nach

Nach drei Jahren und 25 gemeinsamen Titeln ist Schluss: Boris Becker und Novak Djokovic gehen getrennte Wege. In einem Interview tritt die deutsche Tennis-Legende nun nach. "Djoko" mangle es an Trainingsmoral.

Novak Djokovic und Boris Becker waren ein erfolgreiches Trainer-Spieler-Duo

Novak Djokovic und Boris Becker waren ein erfolgreiches Trainer-Spieler-Duo

Deutschlands Tennis-Legende Boris Becker hat nach der Trennung von seinem Schützling Novak Djokovic die Prioritäten des langjährigen Weltranglisten-Ersten in der jüngsten Zeit kritisiert. "Er hat in den vergangenen sechs Monaten nicht so viel Zeit auf dem Trainingsplatz verbracht, wie er das hätte tun sollen, und das weiß er", sagte Becker am Mittwoch dem britischen TV-Sender Sky Sports. Djokovic und sein Trainer Becker hatten am Dienstag nach insgesamt drei Jahren das Ende ihrer Zusammenarbeit verkündet.

Der Serbe habe nach seinem Triumph bei den French Open in diesem Jahr und der Verwirklichung seines Traumes mehr Zeit mit seiner Familie verbringen wollen, sagte Becker. "Das war es, was er als Mann tun musste. Aber das macht es nicht einfacher für die Trainer", erklärte der 49-Jährige. "Ich verstehe, dass er wichtigere Dinge zu tun hatte, aber man stellt sich dann Fragen." Die Entscheidung zur Trennung sei nicht über Nacht gefallen, berichtete Becker.

Boris Becker zu Eurosport

Nach dem Ende seiner Trainertätigkeit wird Becker TV-Experte bei Eurosport. Vom 16. bis 29. Januar 2017 wird er für den Fernsehsender die Spiele der Australian Open in Melbourne analysieren. Das teilte Eurosport am Mittwoch mit. "Natürlich bin ich besonders gespannt, ob unsere Nummer eins, Angelique Kerber, aber auch Novak Djokovic ihre Titel in Melbourne verteidigen können", sagte der frühere Weltklasse-Spieler. Als TV-Experte hat der 49-Jährige Erfahrung, seit 2003 ist er für die BBC als Wimbledon-Experte tätig.

fin / DPA

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