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Formel 1: Alonso, der jüngste Weltmeister der Geschichte

Den 25. September 2005 wird Fernando Alonso wohl nie wieder vergessen: Als jüngster Formel-1-Weltmeister aller Zeiten konnte er Michael Schumacher vom Thron verdrängen. Ganz Spanien feierte den "Messias".

Michael Schumacher hat einen Erben gefunden: Der erst 24-jährige Spanier Fernando Alonso gewann schon drei Rennen vor Saisonende den begehrten Weltmeistertitel und konnte seine noch junge Karriere krönen. Sein dritter Platz in Sao Paulo reichte aus, um frühzeitig den Titel zu sichern.

Alonso ist der jüngste Weltmeister aller Zeiten, so früh wie er raste noch kein Rennfahrer zum Formel-1-Titel. Der siebenmalige Titelträger Michael Schumacher war bei seinem ersten Titelgewinn 1994 bereits 25 Jahre und 314 Tage alt. Alonso machte in Sao Paulo sein Meisterstück mit 24 Jahren und 58 Tagen.

Sieger mit Schumacher-Eigenschaften

Ausgerechnet mit typischen Schumacher-Eigenschaften hat Alonso den Serien-Sieger aus Kerpen vom Thron gestoßen. In Malaysia, Bahrain, Imola, auf dem Nürburgring, in Magny-Cours, Hockenheim holte er sich Siege und sammelte ansonsten sichere Punkte. Während sein großer Rivale Räikkönen mit seinem Silberpfeil hin und wieder Probleme hatte, ließ der Renault seinen Fahrer nie im Stich. Nur einmal in diesem Jahr kam Hobbyzauberer Alonso nicht ins Ziel, als er in Kanada die Aufhängung seines Wagens an der Mauer beschädigte. Eine Woche später beim Skandal-Grand-Prix in Indianapolis fuhren die Michelin-Teams zurück in die Box, sonst wäre Alonso schon zu einem früheren Zeitpunkt Weltmeister geworden.

Der Dritte der Gesamtwertung, Michael Schumacher, lobte seinen Nachfolger: "Fernando ist ein würdiger Weltmeister. Er hat einen Superjob gemacht." Trotz aller Wertschätzung für seinen Erben machte Schumacher klar, dass er das Ende seiner ein halbes Jahrzehnt währenden Regentschaft nicht als generelle Wachablösung verstanden wissen möchte, sondern die alte Hierarchie wieder herstellen will. "Ich empfinde keine Wehmut, sondern eher Freude aufs nächste Jahr: Da wollen wir wieder um die WM mitkämpfen." Auch McLaren-Mercedes-Pilot und Vize-Weltmeister Kimi Räikkönen hielt sich mit Glückwünschen nicht lange auf. "Gratulation an Fernando", sagte der Finne. "Aber er soll sich gut auf einen harten Kampf für die restliche Saison und nächstes Jahr vorbereiten."

DPA/haf / DPA

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