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Formel 1: Aus für Sonntags-Qualifikation

Nach nur sechs Rennen wird in der Formel 1 die umstrittene Sonntags- Qualifikation abgeschafft. In Kürze sollen die Startplätze ausschließlich am Samstag im Einzelzeitfahren vergeben werden.

Die erst Anfang der Saison einführte Neuerung gehört schon bald der Vergangenheit an: Beim Großen Preis von Europa am 29. Mai qualifizieren sich die Fahrer jetzt, nicht mehr wie bisher am Sonntag, sondern nur noch am Samstag. Auf dem Nürburgring sollen die Startplätze laut der Fachzeitschrift "Auto, Motor und Sport" nach einem neuen Modus vergeben werden. "Für uns würde das keine gravierenden organisatorischen Auswirkungen haben", gab Ringchef Walter Kafitz am Donnerstag bereits grünes Licht für den in Monte Carlo von den Teamchefs beschlossenen Plan. "Ich hoffe, dass sie es bis zum Nürburgring schaffen", sagte Formel-1-Chef Bernie Ecclestone und schränkte ein: "Wir müssen aber noch viel Papierkram erledigen."

Die Start-Reihenfolge in der Qualifikation richtet sich nach den Ergebnissen des vorhergegangenen Grand Prix. Die Idee für den künftigen Modus soll in den Grundzügen von McLaren stammen. Die Einigung fand nach mehreren Teamchef-Treffen statt. Zuletzt konnten die zehn Teams nicht die notwendig Einstimmigkeit herstellen.

Das Eigentor

Der zu Saisonbeginn eingeführte Modus war von Beginn an heftig kritisiert worden. Im ersten Teil der Qualifikation waren die Piloten am Samstag nach den Ergebnissen des vorherigen Rennes an den Start gegangen. Die endgültige Startreihenfolge war vier Stunden vor dem Rennen am Sonntag ausgefahren worden. "Da hat man ein Eigentor geschossen. Eine Änderung wäre der richtige Schritt", hatte auch Toyota-Pilot Ralf Schumacher gefordert.

"Die Botschaft des Samstags sollte die Startaufstellung für den Sonntag sein", machte sich auch BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen für eine Änderung stark." Wir haben uns etwas anderes gewünscht und sind sehr stark an Veränderungen interessiert. Der Zuschauer steht für uns im Mittelpunkt", sagte auch Mercedes-Motorsportdirektor Norbert Haug über die Änderungen.

Der Fehler wird korrigiert

Der britische TV-Sender ITV verzichtete auf eine Übertragung der langweiligen Qualifikation. Auch der Präsident des Automobil- Weltverbandes Fia, Max Mosley, hatte vor kurzem eingestanden: "Da ist uns ein Fehler unterlaufen." Dieser Fehler soll nun korrigiert werden.

DPA / DPA

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