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Formel 1: Ferrari-Doppel in der ersten Startreihe

Ferrari-Pilot Michael Schumacher startet beim Großen Preis von Spanien von der Pole-Position aus. Er fuhr im Qualifying in 1:17,762 Minuten Bestzeit vor seinem Teamkollegen Rubens Barrichello.

Michael Schumacher hat mit dem neuen Ferrari seine Kampfansage an die Formel-1-Konkurrenz eindrucksvoll bestätigt. Im neuen F2003-GA fuhr der fünfmalige Weltmeister am Samstag im Qualifikationstraining zum Großen Preis von Spanien die Bestzeit und eroberte in 1:17,762 Minuten die 53. Pole-Position seiner Karriere. Wie gut das neue Auto bei seinem Premieren-Wochenende funktioniert, bewies Schumachers Teamkollege Rubens Barrichello. Der Brasilianer erreichte mit einem Rückstand von 0,258 Sekunden den zweiten Platz und startet gemeinsam mit dem Titelverteidiger aus der ersten Reihe. "Ich bin natürlich sehr zufrieden, mit dem neuen Auto gleich die erste Pole-Position zu holen. Es freut mich fürs Team, für alle", sagte der 34-jährige Schumacher nach dem gelungenen Arbeitstag.

Enttäuschung bei McLaren-Mercedes

Während bei Ferrari Freude und Zuversicht herrschten, war für den ärgsten Rivalen McLaren-Mercedes das Ergebnis enttäuschend. Der WM-Führende Kimi Räikkönen rutschte mit seinem Silberpfeil nach einem Fahrfehler in den Kies und fuhr noch vor Ende der Qualifikationsrunde an die Box. Der Finne startet am Sonntag (14.00 Uhr/live in RTL und Premiere) auf dem "Circuit de Catalunya" als Letzter. Sein schottischer Teamkollege David Coulthard wurde nur Achter. "Das war sicher kein Qualifying nach Maß", gab Mercedes-Sportchef Norbert Haug zu. "Als Achter und als Letzter zu starten sind erschwerte Bedingungen."

Chance für Schumacher

"Aus Sicht des Punktestandes ist das eine gute Chance für uns", meinte Michael Schumacher zum Missgeschick Räikkönens. Der Silberpfeil-Pilot liegt in der WM-Wertung mit 32 Punkten vor Coulthard (19) in Front. Schumacher ist mit einem Rückstand von 14 Zählern Dritter. Jetzt hofft der Titelverteidiger mit dem wegen seiner kiemenartigen Luftauslässe "roter Hai" genannten Wagen auf eine Wende im WM-Kampf und den Sieg-Hattrick in Barcelona: "Wir hatten einen schwierigen Saisonstart und dann noch die Extra-Arbeit, das Auto fertig zu stellen. Auf diesem Niveau zu arbeiten, zeigt, wie stark das Team ist", lobte Schumacher die gesamte Ferrari-Mannschaft. "Ich hoffe, morgen ein ähnliches Resultat wie heute zu holen und die Meisterschaft wieder enger zu machen."

Alonso neuer Publikumsliebling

In die Rolle des Ferrari-Verfolgers schlüpfte am Samstag indes der neue spanische Publikumsliebling Fernando Alonso. Er belegte zur Freude seiner zahlreichen Fans in 1:18,233 Minuten Platz drei. "Das ist wie ein Traum, ein fantastisches Ergebnis. Und es ist besonders schön, weil ich es vor heimischem Publikum geschafft habe", sagte der 21 Jahre alte Renault-Pilot.

Ralf Schumacher hatte mehr erwartet

Weniger gut lief es für Ralf Schumacher, der mit einiger Mühe mit 1,244 Sekunden Abstand zur Spitze den siebten Startplatz erreichte. "Das Qualifying lief nicht zufrieden stellend, weil wir zu weit weg sind von der Spitze", sagte er. "Man muss realistisch sagen, dass wir uns nach den letzten Tests mehr versprochen haben."

Frentzen und Heidfeld im Mittelfeld

Die Mönchengladbacher Sauber-Piloten Heinz-Harald Frentzen und Nick Heidfeld landeten im Mittelfeld auf den Plätzen zehn und 14. "Die Richtung, die wir bei der Abstimmung eingeschlagen haben, war richtig", sagte Frentzen. Heidfeld klagte über Zeitverluste im mittleren Streckenabschnitt, dennoch fand er: "Das Auto ist viel besser als bisher an diesem Wochenende."

Claas Hennig und Andrea Wimmer / DPA

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