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Formel 1 McLaren präsentiert den neuen Formel 1-Wagen


Bei McLaren hat man endgültig genug von zweiten Plätzen. Mit einem weiterentwickelten und besseren Wagen, bewährtem Team und ganz viel Wut im Bauch soll nach langer Durststrecke endlich wieder die WM gewonnen werden - am besten gleich zweimal.

Zumindest bei der Präsentation des neuen Wagens hatte McLaren-Mercedes sich die Pole Position gesichert. Als erstes Formel 1-Team offenbarte man am Firmensitz im englischen Woking den Wagen der Öffentlichkeit, mit dem das Team in der Saison 2012 auf der Strecke nach zweiten Plätzen endlich wieder vor der Konkurrenz landen will.

Die ersten offiziellen Statements der Fahrer regen die Fans zum Träumen an. "Es ist ein fantastisches Auto", erklärte Lewis Hamilton zum neuen MP4-27, dessen Jungfernfahrt Vizeweltmeister Jenson Button gar nicht mehr erwarten kann. "Ich freue mich schon, nächste Woche in Jerez zu fahren", meinte er mit Blick auf den Testauftakt am 7. Februar im spanischen Jerez und den Saisonstart am 18. März in Melbourne.

Anders als in den letzten Jahren will das Team nun endlich wieder einmal vom Start weg konkurrenzfähig sein und den Gegnern zunächst nicht nur hinterher fahren wie beispielsweise, als man sich vor der letzten Saison bei Experimenten mit dem Abgassystem verspekuliert hatte. Daher hatte McLaren darauf gesetzt, die Stärken des 2011 immerhin bei sechs Grand Prixs erfolgreichen Vorgängermodells auszubauen und seinen Schwachstellen zu verbessern.

Die logische Weiterentwicklung des Vorgängers

"Ich kann mit Sicherheit sagen, dass der MP4-27 eine logische Evolution des MP4-26 ist", hatte Teamchef Martin Whitmarsh bereits vor einigen Tagen auf der Homepage der Formel 1 angekündigt. Und so präsentierte sich der Wagen nach der Enthüllung durch Hamilton und Button dann auch. Die Front ist bis auf leichte Anpassungen an die wegen der FIA-Vorschriften für die Auspuffanlage modifizierten Seitenkästen unverändert geblieben, wurde nach Aussage Hamiltons allerdings stabilisiert. Die Nase wirkt nun eleganter geschwungen, da wegen einer Regeländerung die Spitze des Wagens tiefer liegen muss, während die Chassis-Höhe unverändert bleiben durfte.

So soll bei Karambolagen ausgeschlossen werden, dass Fahrer im Cockpit von der Nase eines anderen Autos getroffen werden können. Hinzu kam für die Designer, dass der sogenannte "Blown Diffusor", bei dem Luft aus dem Auspuff auf den Diffusor für eine verbesserte Aerodynamik geleitet wurde, mittlerweile verboten ist. Für mehr Aerodynamik soll daher nun ein schmaleres Heck sorgen, das DRS den Luftwiderstand noch verringern. Außer an der taillierteren hinteren Karosserie ist der deutlichste Unterschied zum Vorgängermodell wohl im überarbeiteten Kühlsystem zu finden.

Zielvorgabe: Zwei WM-Titel

"Wie Ihr sehen könnt: Das ist ein schönes Auto. Einige andere werden es nicht sein", fasste Button die Vorzüge des neuen Wagens zusammen. Teamchef Martin Whitmarsh präzisierte allerdings: "Ein Auto ist dann schön, wenn es gewinnt." Und genau das will McLaren, nach den Niederlagen gegen Vettel und Red Bull in den letzten beiden Jahren unbedingt wieder. Zielvorgabe sind daher sowohl die Fahrer- als auch die Konstrukteurs-Wertung nach Woking zu holen.

Personell setzt man dabei auf bewährte Kräfte – sowohl in der Führung mit Teamchef Whitmarsh und Technikdirektor Paddy Lowe als auch bei den Fahrer mit Button und Hamilton. Beide wissen, wie sich ein Titelgewinn in der Königsklasse anfühlt. Hamilton hatte bereits 2008 triumphiert, Button beerbte ihn ein Jahr später.

In dieser Konstellation und mit dem neuen Auto glaubt Whitmarsh, dieses Jahr nicht von Red Bull abgehängt zu weden. "Der Wettbewerb ist extrem eng, es ist schwieriger denn je, ganz vorne zu sein. Aber wir haben die richtigen Leute, die Leidenschaft, die Disziplin, die Liebe zum Detail – kurzum: die McLaren-DNA – um erfolgreich zu sein", erklärte er laut speedweek.de. "Wir hassen es immer noch, Zweiter zu werden."

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