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Formel 1: Ralf Schumacher bleibt bei BMW

Ralf Schumacher wird auch die nächste Formel 1-Saison für BMW-Williams starten. Sportdirektor Berger nahm unterdessen Sauber-Pilot Frentzen vor Manipulationsvorwürfen in Schutz.

Ralf Schumacher wird auch in der neuen Formel-1- Saison für Williams-BMW fahren. "Es sind nur noch Kleinigkeiten zu klären. Ich gehe davon aus, dass die Verträge bald unterschrieben werden. Ralf wird ganz sicher bei uns bleiben", sagte BMW- Sportdirektor Gerhard Berger am Freitag der dpa. Vom augenblicklichen Höhenflug des britisch-deutschen Rennstalls zeigte sich der Österreicher allerdings überrascht: "Ich hätte nicht darauf gewettet, dass wir Ferrari und Michael Schumacher kurz vor Saisonschluss so dicht auf den Pelz gerückt sind."

Berger nimmt Frentzen in Schutz

Fünf Tage nach dem Grand Prix in Monza nahm Berger den in die Kritik geratenen Sauber-Piloten Heinz-Harald Frentzen in Schutz. Dem Mönchengladbacher war vorgeworfen worden, Weltmeister Michael Schumacher im Ferrari beim Überrunden schnell vorbeigelassen, aber den Williams-BMW-Piloten Juan-Pablo Montoya drei Kurven lang aufgehalten zu haben. "Beim Überrunden ist es schwierig, den richtigen Moment zu erwischen. Frentzen hat sich absolut korrekt verhalten. Von Betrug kann überhaupt keine Rede sein. Frentzen ist nicht der Typ, der krumme Sachen macht", sagte Berger.

Sauber-Teamchef wehrt sich gegen Manipulationsvorwürfe

Da das Schweizer Sauber-Team mit Ferrari-Motoren fährt, tauchte sogar eine Verschwörungstheorie auf. "Es gab und gibt keine Absprachen zwischen Ferrari-Rennleiter Jean Todt und mir über Rennsituationen. Es gab und gibt auch keine Anweisungen von mir an die Piloten, wie sie sich zu verhalten haben, wenn Rot, Silber oder Weiß-Blau im Rückspiegel auftauchen. Unser Team verhält sich sportlich und korrekt", stellte Teamchef Peter Sauber klar.

Frentzen selbst hatte den Vorfall in der 40. Runde von Monza so erklärt: "Meine Rückspiegel waren voller Öl. Ich konnte nicht erkennen, ob Webber oder Montoya hinter mir lagen. Ich wollte sichergehen, dass ich nicht Webber vorbeilasse. Da ging es ja um WM- Punkte."

In Monza hatte Michael Schumacher vor Montoya, seinem Teamkollegen Rubens Barrichello und dem McLaren-Mercedes-Piloten Kimi Räikkönen gewonnen. Vor den noch ausstehenden WM-Läufen in Indianapolis (28. September) und Suzuka (12. Oktober) führt der Kerpener mit drei Punkten Vorsprung vor dem Kolumbianer und mit sieben Zählern vor dem Finnen.

DPA

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