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Formel 1: Renault flirtet heftig mit Alonso

Alte Liebe rostet nicht: Nach Medienberichten bemüht sich Playboy und Renault-Teamchef Flavio Briatore intensiv um Fernando Alonso. Durch den Zoff mit Lewis Hamilton bei McLaren-Mercedes gilt der amtierende Weltmeister als wechselwillig.

Teamchef Flavio Briatore wittere seine Chance, den Spanier von McLaren-Mercedes loszueisen und wieder zum französischen Rennstall zu holen, hieß es am Dienstag auf der Internetseite der Zeitschrift "auto,motor und sport". Helfen kann dabei das spanische Telekommunikations-Unternehmen "Telefonica", das als Sponsor gewonnen werden soll. Alonso hatte mit Renault 2005 und 2006 die Weltmeisterschaft gewonnen, bevor er vor dieser Saison zu den Silberpfeilen wechselte. Er hat bei McLaren-Mercedes noch einen Vertrag bis Ende 2009, ist aber mit seiner Situation dort unzufrieden.

Briatore habe Gespräche mit seinen Stammpiloten Giancarlo Fisichella und Heikki Kovalainen sowie Ersatzfahrer Nelson Piquet auf Mitte September vertagt. Erst dann wolle er ihnen sagen, wer 2008 für Renault fährt, schrieb "auto, motor und sport" weiter. Der 26-jährige Alonso fühlt sich bei McLaren-Mercedes gegenüber seinem vier Jahre jüngeren Teamkollegen und WM-Führenden Lewis Hamilton benachteiligt. Der Streit zwischen den beiden Piloten eskalierte zuletzt beim Großen Preis von Ungarn in Budapest, als Alonso den Briten beim Boxenstopp in der Qualifikation blockierte. Hamilton führt nach elf von 17 Rennen die WM-Wertung mit 80 Punkten vor Alonso (73) an.

BMW-Sauber ist laut spanischen Medien an Alonso interessiert

Seit langem kursieren Spekulationen über einen möglichen vorzeitigen Abschied des zweimaligen Champions vom britisch-deutschen Rennstall. Als möglicher neuer Arbeitgeber für Alonso wurde in den spanischen Medien neben Renault auch BMW-Sauber genannt. Ein Wechsel zum derzeit drittbesten Formel-1-Team ist allerdings höchst unwahrscheinlich, da beide Cockpits 2008 besetzt sind. Die Vertragsverlängerung mit dem Mönchengladbacher Nick Heidfeld gilt als sicher, in dem 22 Jahre alten Polen Robert Kubica hat BMW-Sauber eine Option für die Zukunft.

Renault hat in dieser Saison den Anschluss an die Spitze verloren und rangiert in der Team-Wertung hinter McLaren-Mercedes, Ferrari und BMW-Sauber nur an vierter Stelle. Briatore hofft nach Ansicht von "auto, motor und sport", auch durch die Spionageaffäre um McLaren- Mercedes und Ferrari Alonso den Weg zurück zu Renault zu ebnen. Zuletzt hatte der Italiener für Ferrari Stellung bezogen. Er sei sogar mit seinem früheren Intimfeind, Ferrari-Chef Jean Todt, in Budapest Essen gewesen, so "auto, motor und sport". Sollte McLaren-Mercedes die Berufungsverhandlung am 13. September beim Automobil-Weltverband FIA verlieren und den Fahrern Punkte abgezogen werden, hätte Alonso eine Handhabe, vorzeitig seinen Vertrag zu kündigen. Er könne McLaren-Mercedes vorwerfen, seinen Ruf beschädigt zu haben.

DPA / DPA

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