FORMEL 1 Schumi mit neuem Dienstwagen


Nachdem Michael Schumachers Einsatzfahrzeug bei den letzten Tests vor dem Rennen in Ungarn einige Mucken machte, bekam Schumi kurzerhand ein komplett neues Auto.

Nachdem Michael Schumachers Einsatzfahrzeug bei den letzten Tests vor dem Rennen in Ungarn einige Mucken machte, bekam Schumi kurzerhand ein komplett neues Auto. Der neue Renner mit der Seriennummer »213« lässt die Italiener Aufatmen: Ferrari will kein Risiko eingehen», freute sich die «La Gazetta dello Sport». In einer 24- Stunden-Schicht wurde «Schumis» neuer Renner fit gemacht für den Großen Preis von Ungarn.

Bessere Aerodynamik

Der Hungaroring liegt Schumacher, der Titelverteidiger ist trotz der Probleme optimistisch: »Ferrari hat ein neues Aerodynamik-Paket, eine Weiterentwicklung des Monaco- Pakets, und daher können wir, denke ich, zuversichtlich sein.«

Drei Punkte

Der Starpilot selbst benötigt nach den sportlichen Urlaubs-Vergnügen in der dreiwöchigen Rennpause mit Familie und dem Nervenkitzel beim Fallschirmspringen und Motorradfahren nur noch drei WM-Punkte mehr als sein Rivale David Coulthard, um den nächsten Weltmeistertitel perfekt zu machen. Im fünftletzten Rennen der Saison steht der Formel-1-Weltmeister damit vor dem Sprung auf den Olymp der Motorsport-Größen. Vier Titel haben bisher nur Alain Prost und Juan Manuel Fangio geschafft.

Motorsport-Olymp

Wenn Schumacher das 13. Saisonrennen wirklich gewinnen sollte, hätte er nicht nur den vierten Titel nach 1994, 1995 und 2000 in der Tasche, sondern auch Alain Prosts Rekord von 51 Grand-Prix-Siegen eingestellt. Und er wäre auch einer der »schnellsten« Weltmeister der Formel-1-Geschichte. Zuletzt war Nigel Mansell eine so frühe Titelentscheidung gelungen. Der Brite machte 1992 ebenfalls in Ungarn, allerdings schon beim 11. der damals 16. Saison-Rennen, alles klar.

Gelassener Schumi

Mit Statistiken befasst sich der 32-jährige Kerpener jedoch selten, und nervös macht ihn die nahe Entscheidung schon gar nicht. Kaum gedacht habe er daran in den zweieinhalb Urlaubs-Wochen, meinte Schumacher. Nach dem heiß ersehnten letztjährigen Ferrari-Titel sei alles andere nur noch Zugabe. »Ich gehe in jedes Rennen mit dem Ziel zu gewinnen. Alles andere kommt von allein«, meinte er gelassen.

Kein Erfolgs-Druck

Kein Wunder, denn das Punktepolster ist so groß, dass Schumacher gar nicht gewinnen muss, um erneut Champion zu werden. Er muss nur drei Punkte mehr als der zweitplatzierte David Coulthard holen. Schumacher führt mit 37 Zählern vor dem Silberpfeil- Piloten (47). Am liebsten wäre dem Rheinländer, wenn die WM ganz zur »Familiensache« würde. Nach dem Hockenheim-Sieg hat Ralf Schumacher (41) gute Möglichkeiten, den Schotten als Zweiten noch abzufangen.

Mercedes realistisch

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug meinte im DSF: »Die Chance, dass Michael vorzeitig Weltmeister wird, ist groß. Die Strecke liegt Ferrari und Schumacher.« Schumacher hat auf dem engen und anstrengenden Hungaroring schon 29 Punkte, so viele wie kein anderer aktueller Pilot, und zwei Siege geholt. Der diesjährige Ferrari ist eher für langsamere und mittelschnelle Kurse konzipiert. Das Auto produziert auch ohne Höchstgeschwindigkeit viel Abtrieb - günstig für Budapest.


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