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FORMEL 1: Schumi startet in Brasilien mit neuem Ferrari

Michael Schumacher tritt beim Großen Preis von Brasilien am Wochenende erstmals mit dem neuen Ferrari F2002 an. Sein Teamkollege Barrichello muss sich vorerst noch mit dem Vorjahresmodell begnügen.

Das Rätselraten, ob Michael Schumacher zum Grand Prix von Brasilien nochmals im Vojahres-Auto antreten muss, hat ein Ende. Wie Ferrari bekannt gab, wird der Weltmeister in Sao Paulo im neuen F2002 fahren. Teamkollege Rubens Barrichello muss sich jedoch mit dem alten, allerdings modifizierten, Boliden begnügen.

Lamges Festhalten an Vojharesauto verteidigt

Ferrari-Teamchef Jean Todt verteidigte das lange Festhalten am Vorjahresauto aber als die richtige Strategie. Gleichzeitig sagte der Franzose in einem Interview mit der »Bild am Sonntag«, dass der neue Ferrari F2002 »definitiv schneller« sei. »Wir hatten letztes Jahr das mit Abstand beste Auto, und es ist schwer, etwas nahezu Perfektes noch zu steigern. Die Konkurrenz wusste sofort, wo sie ansetzen muss. Unsere Ingenieure haben sich dagegen Zeit gelassen und sehr viel nachgedacht«, begründete Todt die Treue zum F2001.

Angst um Zuverlässigkeit

Todt gibt zu, dass Ferrari Angst hatte, beim neuen Auto könnte die Zuverlässigkeit leiden, da es erst relativ spät fertig geworden war. »Wir wollen uns so sicher wie möglich sein, dass das Auto einwandfrei funktioniert. Und genau aus diesem Grund bringen wir es ja so spät«, sagte der Ferrari-Teamchef. Schumacher und Teamkollege Rubens Barrichello (Brasilien) hatten den F2002 in Barcelona in der vergangenen Woche intensiv getestet und sich positiv über das Fahrverhalten des neuen roten Renners geäußert.

»Michael ist ein Verrückter«

»Michael ist ein glücklicher Mensch, dieses Glück macht ihn so schnell«, meint Todt. Der Franzose macht sich aber auch Sorgen um seinen Star: »Michael ist ein Verrückter, wir dürfen ihm nicht zu viel zumuten.« Wenn Ferrari bei Michael Schumacher anruft und ihn fragt, ob er testen wolle, würde er niemals nein sagen. Michael sei immer sofort bereit, erzählt Todt: »Doch in Zukunft wollen wir ihn mehr schonen. Aus diesem Grund haben wir in Luciano Burti einen zweiten Testfahrer verpflichtet.«

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