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Formel-1-Zirkus: Alonso attackiert Schumacher

WM-Spitzenreiter Fernando Alonso wirft dem italienischen Formel-1-Rennstall Ferrari unfaire Methoden vor. Für Michael Schumacher hat der WM-Kampf jetzt richtig begonnen.

WM-Spitzenreiter Fernando Alonso hat vor seinem Heimspiel in Barcelona den großen Rivalen Michael Schumacher heftig attackiert. "Alle Teams sind übereingekommen, die Zahl der Tests zu reduzieren. Aber Ferrari hält sich nicht daran", klagte der Renault- Pilot vor dem Großen Preis von Spanien und warf dem italienischen Formel-1-Rennstall "unfaire Methoden" vor. Einige Tage vor dem Rennen stand Alonso dann in der Boxengasse auf dem Circuit de Catalanya im Mittelpunkt. Viele Fans stürmten schon vor dem ersten Training an diesem Freitag beim "Pitwalk" die Rennstrecke. "Ich bin sehr stolz, was wir in Spanien aufgebaut haben, denn meine Heimat ist kein traditionelles Formel-1-Land", erklärte Alonso das plötzliche Formel-1-Fieber.

Weltmeister Schumacher stand unterdessen mit seinem Teamkollegen Rubens Barrichello für eine neue weltweite Kampagne des Internationalen Automobil-Weltverbandes "Think Before You Drive" Pate. Nach seiner grandiosen Aufholjagd beim Rennen in San Marino wähnt sich der mit 26 Punkten in der WM-Wertung hinter Alonso liegende siebenmalige Titelträger vor dem fünften Saison-Grand-Prix wieder auf der Überholspur. "Der WM-Kampf hat nun auch für uns so richtig begonnen. Wir werden mit um den Sieg fahren", sagte er.

Großes Tennis

Auch McLaren-Mercedes-Pilot Juan Pablo Montoya strahlte, denn der Kolumbianer darf wieder ins Cockpit klettern. "Ich bin wirklich außerordentlich froh, wieder fahren zu können. Die Zeit als Zuschauer war so frustrierend und ich gehe optimistisch in dieses Rennen", sagte Montoya, der mit acht Punkten immerhin auf WM-Platz acht liegt. Der 29-Jährige hatte wegen einer Ende März beim Tennis spielen erlittenen Schulterverletzung in Bahrain und Imola gefehlt.

Nick Heidfeld schwang trotzdem den Tennisschläger. Zusammen mit seinen BMW-Williams-Teamkollegen Mark Webber und Antonio Pizzonia spielte er bei einem Wohltätigkeitsturnier mit den früheren und künftigen Tennis-Stars Arantxa Sanchez-Vicario und Andy Murray. Am Tag zuvor hatte "Quick Nick" auf der Rennstrecke in Valencia in einem Formel-BMW-Auto Fahrlehrer für Sanchez-Vicario gespielt. "Jetzt würde ich auch gerne mal erleben, wie Nick fährt, wenn er es in der Formel 1 ernst meint", sagte die 13-malige Grand-Slam-Gewinnerin.

Toyota-Pilot Ralf Schumacher, der schon vor Alonso die ausgeuferte Test-Praxis bei Ferrari angeprangert hatte, will auf den 66 Runden über die Gesamtdistanz von 305,256 Kilometern Aufbauarbeit in eigener Sache leisten. "Nach Spanien und Monaco werde auch ich um Podestplätze kämpfen können", kündigte er an.

Volker Gundrum/DPA / DPA

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