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Großer Preis von Japan: Hamilton bremst sich selbst aus

Formel Drama am Fujiyama: Zum vierten Mal in Folge sind beim Großen Preis von Japan alle Prognosen über den Haufen geworfen worden. Fernando Alonso staubt im Renault einen Sieg ab – vor BMW-Pilot Robert Kubica und Kimi Räikkönen. Bester Deutscher wird Sebastian Vettel auf Rang sieben. Aber das ist alles nichts gegen die Dramen der WM-Favoriten.

Von Elmar Brümmer, Fuji

Das Titelrennen zwischen Lewis Hamilton und Felipe Massa bleibt zwei Rennen vor Saisonschluss unverändert dramatisch, mit leicht verändertem Punktestand: Nur noch fünf Punkte trennen den Briten und den Brasilianer nach dem ersten Showdown unter dem Vulkan von Fuji. Denn mit zwei chaotischen Manövern haben sich die Anwärter selbst um bessere Chancen gebracht. Massa kam als Achter ins Ziel, Hamilton landete demoralisiert auf Platz zwölf. Durch die nachträgliche Rückstufung des ToroRosso-Piloten Sébastien Bourdais ist der Gewinner nach Punkten BMW-Pilot Robert Kubica: Er hat als WM-Dritter jetzt noch zwölf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Hamilton und bleibt theoretisch im Rennen – bei noch 20 Zählern, die zu verteilen sind. Schon nächsten Sonntag wartet in Shanghai der nächste Matchball, das nächste Drama.

Langschläfer haben am Sonntagmorgen die Entscheidung des Rennens verpasst, nach zweieinhalb Minuten war die Dramatik vorbei. Gegen die Alles-oder-Nichts-Taktik der beiden Ferrari am Start, in deren Rahmen Kimi Räikkönen von Rang zwei und Felipe Massa von Platz fünf auf der längsten Geraden der Formel-1-Saison an die Spitze drängen, setzt Lewis Hamilton den (Über-)Mut der Verzweiflung entgegen: Pole-Position verloren, die roten Tücher vor sich – da ist es nicht mehr weit her mit der zuvor gelobten Zurückhaltung. Von wegen Taktik, jetzt kommt wieder der Rowdy durch. Der Brite bremst sich mit rauchenden Reifen innen in die Kurve, wird dann nach außen getrieben. Dadurch reiten auch die beiden Ferrari aus, Räikkönen blockiert Massa - und Nutznießer im allgemeinen Chaos sind Robert Kubica und Fernando Alonso.

Hamilton war auf einmal ein Geisterfahrer

Und das ist erst der Anfang für den nächsten Aufreger: Runde zwei, Kurve zehn - links und rechts von Hamilton schießen die beiden Ferrari heran, allerdings nicht als Geleitschutz. Diesmal nimmt Massa die innere Kampflinie, kürzt über die Randsteine ab und dreht den Silberpfeil auf der Piste um. Wie ein Geisterfahrer blickt Hamilton darauf den heranbrausenden Gegnern entgegen, muss das ganze Feld passieren lassen, ehe er wieder ins Rennen kommt. Jetzt kochen die gesammelten Emotionen von Monza und Spa wieder hoch: Wird diese Weltmeisterschaft durch Rücksichtslosigkeiten und Disziplinarstrafen entschieden? Lewis Hamilton ist mindestens so nah am Titel wie am Scheitern, die Geschehnisse in Japan untermalen das. RTL-Stimme Niki Lauda brodelte: "Das ist ein Wahnsinn, so etwas in der ersten Kurve zu machen, wenn man die WM gewinnen will. Ein vollkommen unnötiges Risiko!" Robert Kubica hat schon vor Fuji am Beispiel des Briten den Unterschied zwischen "fair" und "aggressiv" erklärt, aber an Hamilton prallt diese Kritik ab: "Interessiert mich nicht, was andere denken. Ich bin hier, um meinen Job zu machen. Ich werde meine Antwort auf der Strecke geben..." Gesagt – getan. Schon im letzten Jahr hat er in den letzten beiden Rennen einen sicher geglaubten Vorsprung von 17 Punkten verzockt, diesmal ist es noch knapper. Aber auch Massa ist ein Muster an Unberechenbarkeit.

Haug kritisiert Hamilton

Mercedes-Sportchef Norbert Haug geht kritisch mit dem Titelanwärter Nummer eins ins Gericht: "Das war alles ein bisschen wild. Als Meisterschaftsanwärter haben wir ein bisschen Nerven gezeigt, Lewis hätte den Konter am Start nicht unbedingt versuchen müssen. Ein Rennen zum vergessen..." Hamilton gelobt keine Besserung: "Ich werde nächste Woche wieder genauso fahren. Ich weiß gar nicht, für was ich bestraft worden bin. Es tut mir leid für das Team, ich werde das wieder gutmachen." Der erste Motorschaden von Mercedes in dieser Saison bringt in Runde 17 das Aus für den an dritter Stelle liegenden Heikki Kovalainen. Just in dem Moment, in dem auf den Kontrollbildschirmen aufleuchtet: Boxendurchfahrtstrafe für Hamilton wegen Harakiri-Manöver eins. Bei Ferrari wird das mit gesenkten Köpfen quittiert, denn wenig später leuchtet der zweite digitale Strafbefehl auf: Boxendurchfahrtstrafe auch für Massa für Harakiri-Aktion Nummer zwei.

Alonsos geschicktes Tankmanöver bringt die Führung

Beide werden nach hinten durchgereicht, und fahren gegen die Hinterbänkler und den Frust an, Massa dreht sich – nach der schnellsten Runde des Tages zwischenzeitlich – noch einmal fast selbst raus, als er Mark Webber überholen will. Das gelingt ihm in einem zweiten Herzschlag-Manöver zwei Runden vor Schluss, während Hamilton knapp die Überrundung erspart bleibt.

Ganz vorn hat Fernando Alonso seine Führung souverän gehalten, die er durch ein geschicktes erstes Tankmanöver Robert Kubica früh abgeknöpft hatte. Der Pole verteidigt im besten - regulären - Duell des Tages seine Position gegen den drängenden Räikkönen. Merke: Auch sauberer Sport kann dramatisch sein.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(