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VORSTELLUNG: Schumis neuer Dienstwagen ist fertig

Als letztes Top-Team und reichlich spät hat Ferrari seinen neuen »Roten Renner« vorgestellt. Schumi versprach: »Ich werde alles tun, dass Ferrari weiterhin die Nummer 1 bleibt.«

Als letztes Top-Team und reichlich spät hat Ferrari seinen neuen »Roten Renner« vorgestellt. Bei der feierlichen Zeremonie in Maranello versprach Michael Schumacher: »Ich werde alles tun, dass Ferrari weiterhin die Nummer 1 bleibt.« Zum Entzücken der Ferraristi kündigte der ausschließlich italienisch sprechende Schumacher an: »Wir haben tolle Ergebnisse erzielt, aber wir wollen noch mehr.« Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo sagte im Hinblick auf die Titelgewinne in der Fahrer- und Konstrukteurswertung: »Erstmals fordere ich nicht, dass ihr besser werden müsst als im Vorjahr. Das gleiche Ergebnis wie 2001 wäre super.«

Rennoverall statt Anzug

Ohne großes Brimborium zogen die erstmals in Rennoveralls und nicht in feinen Zwirn gekleideten Schumacher und sein Stallgefährte Rubens Barrichello um 11.10 Uhr das knallrote Tuch von ihrem ebenso roten Dienstwagen. Der neue F2002 unterscheidet sich vom Vorgängermodell durch eine etwas höhere Nase, ein sehr schmales Heck, stark abfallende Seitenkästen und einen schräg nach oben führenden, verkleideten Auspuff. Zur Überraschung vieler Experten entschied sich der Technische Direktor Ross Brawn für eine konventionelle Vorderradaufhängung und verzichtete auf eine Kopie des revolutionären Modells des Konkurrenten McLaren-Mercedes.

Stärker, leichter, besserJungfernfahrt am SamstagSchumi auf Italienisch

Schumacher drückte vor den etwa 900 Gästen in der künftigen Motorenabteilung im Stammwerk seine Verbundenheit mit den »Roten« aus. »Ferrari ist meine Familie«, las der 33 Jahre alte Kerpener in flüssigem Italienisch vom Blatt ab. »Es gibt nichts Schöneres, als mit Ferrari zu siegen.« Di Montezemolo strich Schumachers herausragenden Anteil am Höhenflug der Scuderia heraus: »Michael ist immer da, wenn man ihn braucht.« Ein besonderes Lob sprach der Präsident Barrichello für seine »Wasserträgerdienste« aus: »Rubens ist ein entscheidender Faktor gewesen, dass Ferrari beide Titel gewinnen konnte.« Der Brasilianer spielte brav seine Nebenrolle. »Ich werde wieder alles tun, damit Ferrari beide Weltmeisterschaften gewinnt«, sagte er.

Von Jeff Morgan (dpa)

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