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French Open Errani steht im Finale


Die Italienerin Sara Errani ist überraschend ins Finale der French Open eingezogen und wandelt damit auf den Spuren ihrer Landsfrau Francesca Schiavone.

Bei den French Open sorgt wieder eine Italienerin für Furore: Angelique-Kerber-Bezwingerin Sara Errani steht in Paris überraschend im Finale. Die laufstarke und taktisch klug spielende Nummer 21 der Setzliste bezwang am Donnerstag die klar favorisierte US-Open-Siegerin Samantha Stosur mit 7:5, 1:6, 6:3. Die bisherige Sandplatz-Königin der Saison rang die australische Powerfrau in 2:04 Stunden nieder und weinte danach reichlich Tränen der Freude. "Ich habe keine Worte. Ich kann es nicht glauben. Es ist ein wundervolles Gefühl", sagte die kleine Italienerin. "Traumhafte Errani", titelte die "Gazzetta dello Sport" nach dem Coup auf ihrer Internetseite.

Bei dem wichtigsten Sandplatz-Turnier der Welt trifft die in ihrer kompakten Statur an Landsfrau Francesca Schiavone erinnernde 25-Jährige entweder auf Wimbledon-Siegerin Petra Kvitova oder die Weltranglisten-Zweite Maria Scharapowa. Die Russin würde mit einer Final-Teilnahme erstmals seit 2008 wieder die Nummer eins der Welt.

Errani erstmals in den Top Ten

Die Nummer sechs der Tennis-Welt, Stosur, musste auf dem Pariser Centre Court Philippe Chatrier dagegen wieder eine schmerzhafte Niederlage gegen eine Italienerin hinnehmen: 2010 war die Frau mit der Surfer-Sonnenbrille und dem gefährlichen Kick-Aufschlag als Favoritin im Finale Schiavone unterlegen, die als erste Italienerin einen Grand-Slam-Turniersieg feiern konnte. Die 2012 noch titellose Stosur - bei den Australien Open am Erwartungsdruck in der Heimat in der ersten Runde gescheitert - verbessert sich trotz des verpassten Finals in der Weltrangliste von Platz sechs auf fünf.

Errani stößt erstmals in ihrer Karriere in die Top-Ten vor und wird neue italienische Nummer eins. Sie warf auf ihrem Weg ins Finale zwei frühere Titelträgerinnen (Ana Ivanovic und Swetlana Kusnezowa) und im Viertelfinale die letzte deutsche Teilnehmerin Kerber aus dem Turnier. Die in Bologna geborene Errani gewann in diesem Jahr bereits die Sandplatz-WTA-Veranstaltungen in Acapulco, Barcelona und Budapest und schraubte ihre imposante Bilanz 2012 auf roter Asche auf 24:3. Damit hat die zähe Kämpferin schon ihr mit Abstand höchstes Karrierepreisgeld von 625 000 Euro sicher.

Herren-Halbfinals werden mit Spannung erwartet

Bei den Herren steht am Freitag der Halbfinal-Showdown an: Top-Favorit und Titelverteidiger Rafael Nadal, der im Stade Roland Garros 2012 noch ohne Satzverlust ist, trifft auf seinen starken Landsmann David Ferrer. Nadal will zum siebten Mal am Bois de Boulogne triumphieren und damit als alleiniger Rekordhalter Björn Borg hinter sich lassen.

Außerdem steht die Neuauflage des denkwürdigen Halbfinal-Krimis aus dem Vorjahr zwischen Roger Federer und Branchenprimus Novak Djokovic an. Damals triumphierte Federer und beendete Djokovics Saisonsiegesserie von 41 Matches. Diesmal träumt der Serbe nach saisonübergreifend drei Grand-Slam-Turniersiegen in Serie davon, die vier wichtigsten Titel auf einmal zu halten.

csa/DPA DPA

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