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1. Bundesliga: Augsburg und Nürnberg trennen sich torlos

Der FC Augsburg und der 1. FC Nürnberg hatten auf einen Befreiungsschlag im Kampf gegen den Abstieg gehofft, doch beim tristen 0:0 im direkten Duell durften beide Teams nur ein mageres Pünktchen einfahren. Mager war auch die Leistung der Protagonisten, die in der ersten Hälfte einen traurigen Fehlpass-Rekord aufstellten.

Aufsteiger FC Augsburg bleibt in akuter Abstiegsnot. Trotz einer engagierten Leistung kamen die Gastgeber im schwäbisch-fränkisches Fußballderby nicht über ein torloses Remis gegen den 1. FC Nürnberg hinaus. Das 0:0 gegen den Club war für den FCA schon das vierte Unentschieden in den vergangenen fünf Punktspielen.

Der eine Zähler hilft aber auch den Franken kaum weiter, die vor 30.660 Zuschauern in der ausverkauften Augsburger Arena eine dürftige Vorstellung ablieferten. Nach der kalten Nullnummer warten die Schwaben, die auf dem 17. Tabellen-Platz blieben, nun schon seit 36 Jahren auf einen Punktspielsieg gegen Nürnberg.

Nicht nur die prekäre Tabellensituation beider Clubs, auch die schlechten Platzverhältnisse machten das Kellerduell wie erwartet zum Kampfspiel. Technische Finessen waren bei minus 10 Grad Celsius ohnehin nicht gefragt, viele Fehlpässe und kleine Fouls hemmten immer wieder den Spielfluss. Bemerkenswert: Vor der Pause wurde die höchste Fehlpass-Quote in der laufenden Bundesliga-Saison registriert.

Augsburg fehlten die Ideen

"Es geht um sauviel", hatte Augsburgs Abwehrchef Jan-Ingwer Callsen-Bracker seine Mitstreiter vor dem Duell motiviert. Aber auch für die Franken stand viel auf dem Spiel. "Wenn wir gewinnen, sieht alles rosiger aus", meinte Club-Coach Dieter Hecking.

Augsburgs Trainer Jos Luhukay beorderte seinen Wintereinkauf Ja-Cheol Koo erstmals in die Startelf. Der aus Wolfsburg ausgeliehene Südkoreaner sollte im linken offensiven Mittelfeld für zusätzlichen Druck sorgen. Der Aufsteiger begann vor heimischer Kulisse zwar schwungvoller und engagierter, konnte sein Übergewicht aber nicht nutzen. Dazu fehlten die Ideen, um die sichere Nürnberger Abwehr vor echte Probleme zu stellen.

Die Schwaben dominierten die schwache Partie, konnten aber aus ihren wenigen guten Chancen nichts machen. Tobias Werner war in aussichtsreicher Strafraum-Position einfach nicht clever genug (10./14. Minute). Nach schönem Pass von Werner hatte der Japaner Hajime Hosogai die Chance zur Führung, doch Timmy Simons blockte in höchster Not ab (28.).

Esswein verpasst die Führung

Sascha Mölders, Augsburgs Top-Torschütze und einzige Spitze, war vorn auf sich allein gestellt und bekam kaum einen Ball. Dagegen überzeugten die flinken Werner und Hosogai, die fast jede gute Aktion einleiteten.

Die Nürnberger wachten zu spät auf - erst nach 75 Minuten hatte der Club durch Alexander Esswein die erste Torgelegenheit. Doch der frühere Dresdner verzog um wenige Zentimeter und vergab fünf Minuten vor dem Abfiff eine weitere Siegchance.

Keeper Raphael Schäfer verhinderte mit einem Reflex nach einem Werner-Freistoß das überfällige 1:0 (53.). Hoffnungsträger Hanno Balitsch stand nach seiner Muskelverletzung zwar erstmals wieder im Kader, musste aber zunächst auf die Bank. Der etatmäßige Kreativmann Markus Feulner rückte beim FCN auf die ungewohnte rechte Außenverteidiger-Position.

sportal.de / sportal

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