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1. Bundesliga Der 1. FC Kaiserslautern verliert gegen den FC Schalke 04


15 Partien hatte der 1. FC Kaiserslautern nicht mehr gewonnen und gegen den FC Schalke sollte die Wende kommen. Bis zur 39. Minute schien dieser Plan auch gut aufzugehen, da Rodnei die Roten Teufel in Führung gebracht hatte. Doch dann kamen die Knappen ins Rollen und zeigten den Gastgebern deutlich die Grenzen auf.

Der 1. FC Kaiserslautern warten nun seit 16 Spielen auf einen Sieg und auch gegen den FC Schalke 04 gab es keinen Grund, in Euphorie auszubrechen. Zwar gingen die Gastgeber früh in Führung, mussten dann aber mitansehen, wie immer stärker werdende Gäste das Spiel drehten und verdient mit 4:1 gewannen.

Rodnei hatte den FCK bereits in der 3. Minute mit einem schönen Flugkopfball in Front gebracht, doch Lewis Holtby (39.), Klaas-Jan Huntelaar (45.), Raúl (51.) und Jefferson Farfan (81.) sorgten am Ende vor 49.780 Zuschauern für klare Verhältnise im Fritz-Walter-Stadion zu Kaiserslautern.

Starker Beginn der Gastgeber

Fulminant hatten die Pfälzer losgelegt. Einen Freistoß von Kapitän Christian Tiffert köpfte Rodnei ins Schalker Tor. Den brasilianischen Innenverteidiger hatte die gesamte Abwehr der Königsblauen unbeachtet gelassen. Wieder ein Treffer eines Kaiserslauterer Defensivspielers - alle vier Treffer der Pfälzer in der Rückrunde erzielten Abwehrkräfte.

Dabei war der angeschlagene Trainer Marco Kurz das Duell gegen Schalke offensiv angegangen. Neben Sandro Wagner stürmte Itay Shechter, mit drei Toren der erfolgreichste Lauterer Schütze. Der Israeli spielte zum ersten Mal, seit er sich nach der Derby-Pleite in Mainz antisemitische Schmähungen von aufgebrachten Anhängern hatte anhören müssen. Im Tor setzte Kurz weiter auf Tobias Sippel, der zuletzt zweimal ohne Gegentor geblieben war. Der wiedergenesene Kevin Trapp musste auf der Bank Platz nehmen.

"Gemeinsam für unseren FCK!"

Die Lauterer kämpften aufopferungsvoll, die Schalker dagegen ließen sich vom frühen Rückstand nicht beeindrucken. Schließlich hatten sie drei Tage zuvor im Achtelfinale der Europa League gegen Twente Enschede einen 0:1-Rückstand noch in ein 4:1 verwandelt - und Trainer Huub Stevens setzte auch gegen Kaiserslautern auf seine Euro-Fighter.

Torjäger Huntelaar hatte die Partie gegen Twente mit drei Treffern beinahe im Alleingang gedreht. Auch die Lauterer, auf deren Trikots statt des Logos des Hauptsponsors Allgäuer Latschenkiefer der Slogan "Gemeinsam für unseren FCK!" prangte, bekamen den Niederländer nicht in Griff.

Holtby mit dem 1:1

Zunächst machte es aber Lewis Holtby mit Gewalt. Der Schalker Mittelfeldspieler hielt mit links von der Strafraumgrenze einfach mal drauf - der Ball landete genau im rechten Torwinkel. Wie früher, als er noch Mitglied der Mainzer Boygroup Bruchweg Boys war, schnappte sich Holtby vor dem Block der Lautern-Fans die Eckfahne und spielte Luftgitarre.

Sechs Minuten später schlug dann der Hunter zu. Mit einem Flachschuss überwand Huntelaar Torhüter Sippel zum 2:1. Superstar Raúl gelang kurz nach der Pause beinahe eine Kopie von Holtbys Treffer. Auch der Spanier zog von der Strafraumgrenze aus ab - sein Schuss landete im linken Torwinkel. Farfán schloss schließlich noch einen Konter zum 4:1 ab. Auf der Tribüne vergrub FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz neben DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sein Gesicht tief im Jackenkragen.

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