Boston Marathon
„Haben dich unendlich lieb“: Ringer nach Tod seiner Tochter mit starkem Comeback

Boston Marathon - Richard Ringer
Nach dem tragischen Verlust seiner Tochter habe ihm der Sport wieder „einen Rhythmus“ im Leben gegeben, so Marathon-Läufer Richard Ringer (Archivbild)
© Adam Pretty / Getty Images

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Richard Ringers Leben geriet durch die stille Geburt seiner Tochter zeitweise aus den Fugen. Nun meldet sich der Marathonläufer in Boston eindrucksvoll zurück.

Nach 42,195 knallharten Kilometern schmerzten die Muskeln, doch Richard Ringer strahlte trotzdem. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht zeigte der Marathon-Held im Anschluss an seinen Galaauftritt in Boston das Victory-Zeichen. 

In 2:04:47 Stunden war Ringer die hügelige Strecke gerannt, eine Wahnsinns-Zeit – zumal sein Leben nach dem Tod seiner Tochter vor einem halben Jahr plötzlich stillstand. April Lucia Vivienne war am 24. Oktober in München still geboren worden, war bereits tot auf die Welt gekommen.  

Er werde sein „Herz auf der Strecke lassen“ und für „April laufen“, hatte Ringer vor dem Start bei Instagram angekündigt. Und dann lieferte der Europameister von München tatsächlich das Rennen seines Lebens ab – mit dem zweitschnellsten Marathon eines Deutschen nach Rekordläufer Amanal Petros (2:04:03). 

Boston Marathon: Für Richard Ringer passt alles zusammen

Nach dem tragischen Verlust seiner Tochter habe ihm der Sport wieder „einen Rhythmus“ im Leben gegeben, sagte Ringer zuletzt der Saarbrücker Zeitung: „Einen Grund, morgens wieder aufzustehen und rauszugehen“. In Kenia schuftete der 37-Jährige zuletzt gemeinsam mit Petros im Trainingslager an seiner Form. 

Ausgerechnet bei dem Marathon-Klassiker im April passte dann alles zusammen, Platz acht bei einem Major-Rennen – da kann Ringer wohl auch verschmerzen, dass seine Zeit wegen der zu sehr abfallenden Strecke nicht in die offiziellen Bestenlisten aufgenommen wird. 

Nach unglaublich schweren Monaten lief Ringer in Boston auch für seine Tochter. Seine Frau Nada Ina Pauer war ebenfalls an seiner Seite. Und schrieb nach dem Rennen zu einem gemeinsamen Foto über April: „Wir haben Dich unendlich lieb.“

SID
mod

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