VG-Wort Pixel

1. Bundesliga Freiburg ohne Mitleid mit dem 1. FC Köln


Die letzte Hoffnung des 1. FC Köln heißt Relegation – nach dem bitteren 1:4 beim SC Freiburg hat die Mannschaft von Trainer Frank Schaefer keine Chance mehr auf den direkten Klassenerhalt. Am letzten Spieltag steht nun ein Endspiel gegen Bayern München auf dem Programm.

Der 1. FC Köln hat einen weiteren schweren Rückschlag im Kampf um den Klassenverbleib erlitten. Nach der 1:4 (0:1)-Schlappe beim bereits geretteten SC Freiburg kann sich der Tabellen-16. nur noch über die Relegation in der Bundesliga halten.

Am letzten Spieltag kommt es zum Fernduell mit Hertha BSC. Köln trifft dann auf den FC Bayern, die Berliner empfangen 1899 Hoffenheim. Sollte Hertha gewinnen, dann reicht Köln aufgrund der schlechteren Tordifferenz nicht einmal ein Unentschieden.

Mensur Mujdza mit seinem ersten Saisontor (36. Minute) nach einem groben Schnitzer von Kölns Keeper Michael Rensing. Karim Guédé (54.), Daniel Caligiuri (84.) und Sebastian Freis (90.+1) waren am Samstag für die Badener erfolgreich. Nationalstürmer Lukas Podolski glückte nur der kurzfristige Ausgleich (47.).

Köln ist der Druck anzumerken

Freiburg fehlte vor 24.000 Zuschauern angesichts des feststehenden Klassenerhalts offensichtlich etwas der Biss, um das Letzte aus sich herauszuholen. Köln war der Druck deutlich anzumerken. Der Drittletzte bemühte sich zwar, zwingende Aktionen waren zunächst aber kaum zu sehen.

Auch Podolski konnte dem Spiel seiner Mannschaft im ersten Durchgang nicht seinen Stempel aufdrücken. Der Nationalspieler war jedoch durch einen Nasennebenhöhleninfekt und eine leichte Mittelohrentzündung gehandicapt. Immerhin leitete Podolski die wenigen nennenswerten Chancen des FC als Vorlagengeber ein. Miso Brecko verpasste bei der besten Möglichkeit mit einem Kopfball jedoch knapp das Tor (42.). Zuvor hatte Martin Lanig nach einer Ecke ebenfalls knapp vorbeigeköpft (16.).

Rensing nicht auf dem Posten 

Der Sportclub profitierte bei seiner Führung von einem dicken Patzer Rensings. Der Keeper ließ den eher harmlosen Schuss von Mujdza nach tollem Querpass von Caligiuri unter dem Körper durchrutschen. Guédé (25.) und Jonathan Schmid (30.) jeweils per Distanzschuss hatten zudem gute Möglichkeiten.

Direkt nach dem Seitenwechsel unterstrich Podolski, wie wichtig er für Köln ist. Dynamisch setzte er sich durch und erzielte mit seinem 18. Saisontor den Ausgleich. Danach ging ein Ruck durch beide Mannschaften. Plötzlich waren Zug, Tempo und Torszenen zu sehen. Jan Rosenthal traf nur den Pfosten (53.). Gut 60 Sekunden später erzielte Guédé die verdiente 2:1-Führung. Und nur weitere drei Minuten später verstolperte der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Milivoje Novakovic allein vor SC-Schlussmann Oliver Baumann den Ball (57.).

Die Freiburger übernahmen nun wieder stärker das Kommando; Köln war vorübergehend geschockt. Aber das Team von Trainer Frank Schaefer wehrte sich: Podolski verzog nach Rosenthals Fehler nur knapp (71.). Auf der Gegenseite verpasste Erik Jendrisek um Zentimeter das 3:1 (80.). Dies glückte dann dem starken Caligiuri mit einem gefühlvollen Schlenzer (84.). Die Gäste zeigten inzwischen Auflösungserscheinungen und Freis setzte den Schlusspunkt zum 4:1 in der Nachspielzeit.

sportal.de sportal

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker