HOME

1. Bundesliga: Leverkusen und Hertha trennen sich remis

Beinahe hätte Hertha BSC strahlender Gewinner im Abstiegskampf des 31. Spieltages sein können - doch dann kassierten die Berliner in Leverkusen noch den Ausgleich, während die Konkurrenz aus Augsburg in Wolfsburg siegte.

Mit dem 3:3 (0:1) vor 29.704 Zuschauern in der BayArena hat Hertha BSC einen Achtungserfolg bei Bayer Leverkusen errungen, bleibt aber mit 28 Punkten Tabellen-Vorletzter.

Bayer muss nach den Treffern der Berliner Tunay Torun in der 71. und 77. Minute und von Pierre-Michel Lasogga (63.) wieder ein wenig mehr um die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb bangen. André Schürrle (44.) und Stefan Kießling (51./84.) waren die Torschützen für die Werkself.

Bayer-Kapitän Simon Rolfes vergab in der 66. Minute einen umstrittenen Foulelfmeter. Hertha-Linksverteidiger Levan Kobiashvili wurde zuvor wegen einer angeblichen Notbremse mit Rot des Feldes verwiesen.

"Außergewöhnliches" Verletzungs-Pech auf beiden Seiten

Das neue Bayer-Trainerduo Sami Hyypiä und Sascha Lewandowski musste mit personellen Problemen fertig werden. Spielmacher Renato Augusto und der ehemalige Nationalspieler Michael Ballack standen verletzt nicht zur Verfügung.

Noch schwieriger war die Lage bei der Rehhagel-Elf: Angesichts des Ausfalls von Innenverteidiger Roman Hubnik und zahlreicher anderer Verletzter oder Gesperrter sprach Manager Michael Preetz vor der Partie von "außergewöhnlichem Pech".

Hyypiä und Lewandowski beorderten Tranquillo Barnetta und erstmals den Kolumbianer Michael Ortega in die Startformation. Rehhagel vertraute nach dem 1:2 gegen Freiburg fast der gleichen Aufstellung: Nur der Albaner Fanol Perdedaj gehörte neu zur ersten Elf. Peter Niemeyer rückte für Hubnik in die zentrale Defensive.

Schürrle durchbricht Lethargie

Geboten wurde zunächst fast nur Fußball-Magerkost. Kaum Tempo, kaum gute Kombinationen - die Partie war lange Zeit ein Langweiler. Nahezu einziger Aufreger vor der Pause war ein Zusammenprall zwischen Leverkusens Manuel Friedrich und Herthas Adrian Ramos, bei dem sich Friedrich eine Platzwunde am Kopf zuzog, aber nach kurzer Behandlung weiterspielen konnte.

Bayer-Kapitän Simon Rolfes (27.) hatte eine vielversprechende Chance, bei der Hertha boten sich Änis Ben-Hatira (35./42.) Möglichkeiten, die aber ebenso verpufften. Dann fasste sich Nationalspieler Schürrle ein Herz, zog kurz vor dem Halbzeitpfiff mit Rechts ab und weckte mit seinem fünften Saisontor die Fans aus ihrer Lethargie.

Nach Kießlings elftem Treffer in dieser Spielzeit schien die Begegnung eigentlich gelaufen. Gonzalo Castro musste gegen Hertha-Verteidiger Felix Bastians auf der Linie retten (57.) - und dann wurde es richtig dramatisch.

sportal.de / sportal

Wissenscommunity