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1. Bundesliga: Wolfsburg feiert Heimsieg gegen Schalke 04

In einem ordentlichen Bundesligaspiel hat der VfL Wolfsburg seinen zweiten Saisonsieg eingefahren und Felix Magath feierte beim 2:1-Erfolg gegen den FC Schalke einen zuckersüßen Dreier. Beim Spiel gegen sein altes Team war es Mario Mandzukic, der zwei Tore erzielte und geistesgegenwärtig zum Sieg traf.

Felix Magath hat das Trainerduell gegen Ralf Rangnick gewonnen. Der VfL Wolfsburg schlug den FC Schalke mit 2:1 und gewann damit erstmals seit dem ersten Spieltag wieder ein Spiel in der Bundesliga. 

Der FC Schalke hatte nach erstem Abtasten schnell das Kommando übernommen und spielte den zunächst überfordert scheinenden Gastgeber an die Wand. Das 1:0 durch Raul war folgerichtig (13.), doch die Truppe von Magath kam zurück. Mitten in der Drangphase von Königsblau traf Mario Mandzukic (33.) zum Ausgleich und acht Minuten vor dem Ende fälschte er einen Freistoß von Marcel Schäfer unhaltbar ab (82.).

Wechsel auf beiden Seiten

Felix Magath wäre sicherlich gerne mit einer besseren Platzierung gegen seine alte Mannschaft angetreten, doch seit dem Sieg am ersten Spiel gegen den 1. FC Köln warteten die Wölfe auf einen Dreier. Umso süßer wäre ein Erfolg gegen Königsblau und Magath stellte sein Team dafür auf mehreren Positionen um.

Für den verletzten Thomas Hitzelsperger kam Rasmus Jönsson zum Einsatz, und da Diego Benaglio ebenfalls passen musste, durfte Marwin Hitz das Tor hüten. Keine Überraschung war die Herausnahme des in Ungnade gefallenen Patrick Helmes, der durch Srdan Lakic ersetzt wurde.

Ralf Rangnick, der sich mehrfach über den zu aufgeblähten Kader beschwert und mittlerweile seinen Trödelmarkt ausgemistet hatte, sah wenig Gründe, seine zuletzt erfolgreiche Mannschaft umzukrempeln und brachte lediglich Marco Höger anstelle von Uchida. Damit konnte das brisante Spiel seinen Anfang finden.

Raul trifft nach schöner Vorarbeit

Es dauerte allerdings eine Zeit, bis die Spieler auf Temperatur waren. Doch dann gab es eine zum mit der Zunge schnalzende Aktion der Gäste. Jefferson Farfan bekam den Ball auf der Außenposition, nachdem Josue einen Zweikampf im Mittelfeld verloren hatte. Der Peruaner sah sich Marcel Schäfer gegenüber und lupfte den Ball technisch hochwertig in die Mitte, wo Raul – der den Angriff eingeleitet hatte - zu stehen hatte und es auch tat – das 1:0 war Formsache (13.).

Die Gastgeber antworteten mit hart geführten Zweikämpfen und Schiedsrichter Deniz Aytekin hatte leichte Probleme, den Spielern klarzumachen, dass er auch die Karten eingepackt hatte. Die offene Sohle von Patrick Ochs gegen Lewis Holtby war nur eine von zahlreichen Aktionen, die eine farbenfrohe Ansage verdient gehabt hätte.

Ein Treffer in der Drangphase

Und während die Schalker sich aufmachten, den Gastgeber in allen Belangen zu dominieren, klingelte es plötzlich auch auf der Gegenseite. Der von Magath neu in die Mannschaft gebrachte Jönsson kam auf der rechten Seite völlig frei zum Flanken und Mario Mandzukic nutzte den Freiraum den Christian Fuchs ihm gewährte. Sein Flugkopfball aus kurzer Distanz bedeutete das 1:1 (33.) und eine Wende im Spiel.

Sekunden später traf Christian Träsch nach schnell ausgeführtem Freistoß nur das Außennetz und die Partie nahm richtig Fahrt auf. Schalke stand nun mächtig unter Druck und all die Dominanz war wie weggefegt. Kurz vor der Pause rettete Raul nach Eckball von Ochs gar auf der Linie und mit dem 1:1 ging es dann in die Pause.

Wolfsburg bleibt dran

Die zweite Hälfte begann ähnlich wie die erste, allerdings war es der VfL, der die Hosen ein wenig mehr am Körper trug. Rangnick reagierte ob der fehlenden Torgefahr (7:2 Torschüsse) und brachte Ciprian Marica für Julian Draxler, der bis dahin die meisten Wege bei den Gästen gegangen war. Doch mehr als ein Schuss von Klaas-Jan Huntelaar (59.) sprang zunächst nicht heraus.

Der VfL agierte zwar auch nicht mehr in dem hohen Tempo, zeigte jedoch die besseren Kombinationen und hatte mehr vom Spiel. Lakic hatte gleich zwei Chancen (62./ 72.), konnte dem Spiel aber auch keine Wende geben. Auf der anderen Seite verpasste Huntelaar die mögliche Vorentscheidung (80.). Die passende Justierung fehlte und so musste eine Standardsituation die Entscheidung bringen.

Erneut Mandzukic

Schäfer probierte es aus gut 20 Metern mit roher Gewalt, doch der Ball wäre meilenweit neben das Tor von Ralf Fährmann geflogen, hätte Mandzukic nicht geistesgegenwärtig regiert, seinen Fuß ausgefahren und dem Spielgerät die nötige Richtung gegeben (82.). Das 2:1 war gleichzeitig der Endstand, denn Schalke schaffte es nicht mehr, zu einer gefährlichen Situation zu kommen.

Während Schalke den Sprung auf Rang drei verpasste, freute sich Magath diebisch über den Sieg und mit dem zweiten Erfolg in dieser Spielzeit machten die Wölfe mit nun sechs Zählern auf der Habenseite einen Sprung auf Platz 13.

Gunnar Beuth

sportal.de / sportal

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