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1. Bundesliga: Wolfsburg nimmt drei Punkte aus Nürnberg mit

Ein Doppelpack von Patrick Helmes hat dem VfL Wolfsburg drei Punkte in Nürnberg und Trainer Felix Magath wieder mehr Ruhe beschert. 

Der VfL Wolfsburg hat mit einem 3:1-Erfolg beim 1. FC Nürnberg wieder für sportliche Schlagzeilen gesorgt. Die Niedersachsen überholten die Franken damit auch im Tabellenmittelfeld der Bundesliga.

Mario Mandzukic (15. Minute) und Patrick Helmes (24./53.) trafen für die noch immer auswärtsschwächste Mannschaft im Oberhaus - und nahmen Felix Magath damit vorerst aus der Schusslinie.

Unter der Woche hatte der Wolfsburger Aufsichtsrat mit der Nachricht überrascht, dem Trainer, Manager und Geschäftsführer des VfL in Finanzfragen künftig in Wolfgang Hotze einen neuen Chef vorzusetzen. Eine Maßnahme, die auch als Reaktion auf den ausbleibenden sportlichen Erfolg von Magath zu werten ist.

Nürnberger Freude währt nur kurz

In Nürnberg ließ der VfL hier und da mal wieder seine großen Offensivqualitäten aufblitzen und drehte nach dem Rückstand durch Daniel Didavi (9.) die Partie. Dank des erst zweiten Auswärtssieges im 13. Saisonspiel auf fremdem Platz können sich die Wölfe sogar wieder leise Hoffnungen auf die Europa-League-Qualifikation machen. Letztlich reichte eine solide Vorstellung zum ungefährdeten Erfolg.

Nürnberg bestimmte vor 39.320 Zuschauern einzig die ersten Minuten - und wurde prompt durch den schön herausgespielten Führungstreffer belohnt: Der nur 1,79 Meter große Didavi verwertete eine Flanke von Alexander Esswein per Kopf. Sechs Minuten später schon führte nahezu eine Kopie dieses Treffers zum 1:1 für die Gäste. Eine scharfe Hereingabe von Marcel Schäfer nickte der lang aufgeschossene Kroate Mandzukic ein.

Helmes trifft doppelt

Gegen die lahme fränkische Defensive kam der VfL mit seinem präzisen Kurzpassspiel in die Spitze immer häufiger gefährlich vors Tor. Der ehemalige Nationalspieler Helmes nutzte eine dieser Szenen mit einer sehenswerten Direktabnahme zur Wolfsburger Führung, noch vor der Pause vergaben Mandzukic (39.) und Helmes (43.) weitere Großchancen.

Mit seinem zweiten Tor entschied Helmes unmittelbar nach der Pause das Spiel - erst vor wenigen Wochen hatte Magath seinen lange ausgemusterten Stürmer zurück in den Bundesligakader beordert.

Die Leistung der Clubberer quittierten die Fans früh mit Pfiffen - zu bewegungslos und uninspiriert agierten die Mannen in Rot-Schwarz. Nach vorne ging fast nichts, nach hinten viel zu offen - Trainer Dieter Hecking stand mit verschränkten Armen an der Seitenlinie und war sichtlich angefressen. Eine der wenigen guten Nürnberger Gelegenheiten nach der Pause vergab Albert Bunjaku (64.).

sportal.de / sportal

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