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Trainingsauftakt in der Bundesliga: Bayern lachen - Schalke ist demütig

Rekordmeister Bayern München hat zum Trainingsauftakt die Verpflichtung des Brasilianers Costa vermeldet. Auf Schalke blieb der Ball im Schrank und Werder-Coach Skripnik legte ein Geständnis ab.

Thiago lacht während des Trainingsauftaktes der Bayern

Beste Stimmung beim Rekordmeister: Thiago hat viel Spaß am ersten Arbeitstag nach dem Urlaub

Diese fünf Bundesligisten haben gut fünf Wochen nach dem letzten Spieltag den Trainingsbetrieb für die neue Saison wieder aufgenommen.


FC Bayern München

27 Grad und wolkenloser Himmel: Zwölf Feldspieler und drei Torhüter tummelten sich bei herrlichem Wetter auf dem Trainingsplatz des FC Bayern München an der Säbener Straße. Trainer Pep Guardiola konnte den brasilianischen Neuzugang Douglas Costa dabei noch nicht begrüßen. Der 30-Millionen-Euro-Mann von Schachtjor Donezk hatte erst kurz zuvor einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2020 unterzeichnet, bekommt nach der Copa América aber noch ein paar Tage Urlaub. Sportvorstand Matthias Sammer lobte den 24-Jährigen: "Er hat große technische Fähigkeiten, einen starken linken Fuß, ist sehr beweglich und extrem schnell." Als einziger neuer Spieler war Torwart Sven Ulreich vom VfB Stuttgart präsent. Artig gab der Ersatz von Stammkeeper Manuel Neuer zu Protokoll: "Ich freue mich riesig auf die Herausforderung in München."

FC Schalke

Den Rasen haben die Spieler des FC Schalke 04 zum Trainingsstart noch nicht betreten. Der neue Trainer André Breitenreiter kontrollierte im sportmedizinischen Zentrum, ob die Profis im Urlaub nicht geschludert haben. Erst nach dem Fitness-Test auf dem Laufband kommt am Donnerstagvormittag auf Schalke der Ball ins Spiel. Der frühere Paderborn-Trainer Breitenreiter möchte sich nach dem Fanfrust über die leidenschaftslosen Auftritte in der vergangenen Saison volksnaher präsentieren. "Mein Wunsch ist, dass vom ersten Tag an die Unterstützung unserer Fans da ist. Darum sollen sie auch sehen, wie wir arbeiten", sagte er. "Wir werden die Nähe zu unseren Fans suchen, die sie sich wünschen, um ihr Vertrauen zurückzugewinnen." Als Kapitän bestätigte Breitenreiter Weltmeister Benedikt Höwedes.


Werder Bremen

Der Trainingsstart bei Werder Bremen ging mit einem klaren Bekenntnis einher. Torjäger Franco Di Santo will Bremen nicht verlassen. "Viele wollten mich, aber ich habe allen gesagt: Ich will lieber bei Werder bleiben. Wir sind in Gesprächen und nah beieinander", sagte Di Santo. Ihm soll ein Angebot für eine Vertragsverlängerung über 2016 hinaus vorliegen. Trainer Viktor Skripnik musste am Mittwoch auf drei angeschlagene und fünf Nationalspieler verzichten. Nach der ersten Übungseinheit gestand der Ukrainer ein, dass er sich in der freien Zeit wenig profihaft verhalten hat: "Manchmal muss man im Urlaub auch mit seinem Gewicht kämpfen. Diesmal habe ich leider verloren."


Eintracht Frankfurt

Der zurückgekehrte Trainer Armin Veh verordnete zum ersten Arbeitstag einen Laktattest. Unter den 16 Profis befanden sich auch die drei Neuzugänge Stefan Reinartz (Bayer Leverkusen), Heinz Lindner (Austria Wien) und Luc Castaignos (FC Twente Enschede). Auch der mit dem französischen Meister Paris St. Germain in Verbindung gebrachte Stammtorwart Kevin Trapp erschien zum Auftakt. Veh hofft auf eine baldige Entscheidung des Keepers. "Es wird sicher innerhalb von ein paar Tagen entschieden", sagte Veh.

Hamburger SV

Der in der abgelaufenen Saison nur mit Not dem Abstieg entronnene HSV startete das Training ohne Neuzugang. Allerdings sind die Hanseaten mit dem VfB Stuttgart über einen Wechsel des Japaners Gotoku Sakai übereingekommen. Der Außenverteidiger muss nur noch den Medizincheck bestehen. Trainer Bruno Labbadia begrüßte auf dem Trainingsplatz neben der wieder Volksparkstadion genannten Arena 19 Spieler, darunter vier Amateure. Die Ziele für die kommende Spielzeit umriss Labbadia kurz mit: "Arbeiten, arbeiten, arbeiten."

tis / DPA

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