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Europa League: BVB verliert den Sieben-Tore-Krimi in Liverpool

Eigentlich stand der BVB schon im Halbfinale der Europa League. Doch dann feierte der FC Liverpool ein sensationelles Comeback - und der BVB ist geschockt.

Drei Spieler vom BVB

Fassungslos: Adrian Ramos, Julian Weigl und Henrikh Mkhitaryan (v.l.n.r.) nach dem Abpfiff in Liverpol

Jürgen Klopp klatschte seine Helden von der Anfield Road ab, die Liverpooler Fans sangen inbrünstig die Kult-Hymne "You'll never walk alone". Die Spieler von Borussia Dortmund standen dagegen wie bedröppelt auf dem Rasen und konnten es kaum fassen. In einer denkwürdigen Nacht ist der BVB vom FC Liverpool und Ex-Trainer Klopp aus allen Träumen gerissen worden. Trotz einer 2:0- und 3:1-Führung kassierte die Elf von Trainer Thomas Tuchel am Donnerstag noch eine 3:4 (2:0)-Niederlage bei den Reds und verpasste damit das Halbfinale der Europa League. Klopp darf dagegen weiter auf seinen ersten Titelgewinn mit dem englischen Traditionsverein in seiner Premieren-Saison hoffen.

"Wir sind sehr leer. Es fühlt sich an, so wie es ist. Wir standen vor einem großen Ziel, vor einem Meilenstein. Wir haben es aber nicht geschafft. Wir müssen fair zugeben, dass wir nach dem 3:1 nicht mehr damit klargekommen sind, wie Liverpool mit großem Risiko gespielt hat", sagte Tuchel und Nationalspieler Marco Reus haderte: "Das ist extrem bitter und schwer in Worte zu fassen. Wir haben gut angefangen und zwei Tore vorgelegt. Wir dürfen hier keine vier Tore in der zweiten Halbzeit kassieren. Wir müssen uns selbst hinterfragen, wie man so ein Spiel noch aus der Hand geben kann."

Krönung einer Aufholjagd

Der deutsche Nationalspieler Emre Can war dagegen auf Liverpooler völlig aufgelöst. "So einen Abend erlebt man nicht oft. Ich bin einfach nur stolz, Teil dieser Mannschaft zu sein. Fans, Trainer, Spieler - jeder von uns hat noch daran geglaubt."

Dejan Lovren (90.+1) krönte in einem völlig verrückten Spiel mit seinem Treffer in der Nachspielzeit die Liverpooler Aufholjagd. Zuvor hatten Henrich Mchitarjan (5.), Pierre-Emerick Aubameyang (9.) und Marco Reus (57.) vor 45.000 Zuschauern den BVB bereits mit 2:0 und 3:1 in Führung gebracht, doch Liverpool kam durch Divock Origi (48.), Coutinho (66.), Mamadou Sakho (78.) noch zurück. Damit kassierte der BVB im 19. Pflichtspiel im Jahr 2016 die erste Niederlage. Zugleich bleiben deutsche Mannschaften an der Merseyside weiter ohne Sieg. Wer im Halbfinale (28. April und 5. Mai) Gegner von Liverpool ist, entscheidet sich am Freitag (12.00 Uhr) bei der Auslosung in Nyon.

BVB kombinierte schnell und präzise

"Borussia Dortmund kann überall auf der Welt zwei Tore schießen", hatte Klopp noch vor dem emotionalen Duell mit seiner "alten Liebe" gewarnt. Dass er bereits nach neun Minuten auf schmerzliche Weise bestätigt wird, hätte der Coach aber wohl kaum für möglich gehalten.

Doch sein Ex-Club übernahm von Beginn an die Initiative, kombinierte schnell und mit hoher Präzision nach vorne. Die Belohnung folgte schon in der fünften Minute: Nach einem Liverpooler Ballverlust ging es ganz schnell. Über Shinji Kagawa und Gonzalo Castro gelangte der Ball zu Aubameyang, der aus kurzer Entfernung an Keeper Simon Mignolet scheiterte, den Abpraller drückte aber Mchitarjan über die Linie.

Liverpool anfangs geschockt

Und es ging weiter nur in eine Richtung, Liverpool wirkte in der Anfangsphase geradezu geschockt. Das nutzte der BVB eiskalt aus. Nach einer starken Balleroberung ließ Reus mehrere Liverpooler Spieler stehen und setzte mit einem Traumpass Aubameyang in Szene, der aus halbrechter Position zum 2:0 traf. Klopp registrierte den Nackenschlag mit versteinerter Miene, während neben ihm Tuchel Luftsprünge fabrizierte. Beide Trainer mussten sich eine Coaching-Zone teilen.

Tuchels Taktik mit einer offensiven Ausrichtung war voll aufgegangen. Nachdem er seine Stars beim Revierderby noch geschont hatte, veränderte er seine Elf auf acht Positionen. Mit Kagawa und Castro wählte er die offensivere Variante, für den nach einer Fußprellung genesenen Ilkay Gündogan reichte es wie auf Schalke (2:2) zunächst nur für die Bank.

Horror-Viertelstunde für die Reds

Die Reds gaben sich nach der Horror-Viertelstunde aber keineswegs auf und meldeten sich zurück. Im Abschluss haperte es jedoch. Divock Origi (17. und 25.) sowie Alberto Moreno mit einem Volleyschuss (18.) und der Ex-Hoffenheimer Roberto Firmino per Kopf (27.) vergaben gute Chancen.

Es entwickelte sich ein hochklassiges Spiel mit packenden Szenen und vielen Torchancen. Auch die Dortmunder blieben bei ihren Kontern stets gefährlich, allein Aubameyang hatten noch im ersten Durchgang drei große Chancen (26., 31. und 36.).

Liverpool kam hellwach aus der Kabine

Schon Minuten vor dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit schickte Klopp seine Mannschaft zurück aufs Feld. Und seine Spieler waren gleich hellwach. Nach Zuspiel von Emre Can war Origi frei durch und sorgte für den so dringend benötigten Anschlusstreffer. Doch die Hoffnung währte keine zehn Minuten. Mats Hummels bediente mit einem genialen Pass Reus, der den Zwei-Tore-Abstand wiederherstellte.

Liverpool gab sich aber auch da nicht geschlagen und machte es dank der Treffer von Coutinho und Sakho wieder spannend. Es entwickelte sich eine irre Schlussphase, in der Lovren in der Nachspielzeit das goldene Tor glückte.

Bevor der Showdown begonnen hatte, war es in Anfield aber ganz still geworden. Vor der Partie gab es eine Schweigeminute für die 96 Opfer der Hillsborough-Tragödie in Sheffield, die sich am Freitag zum 27. Mal jährt.

tkr/Heinz Büse / DPA

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(