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Bundesliga-Check: FC Schalke 04: Tiefenentspannt in die Champions League?

Maßvoll in der Gemütsbewegung, maßvoll in den Transferbewegungen und maßvoll in den Saisonzielen. Das neue Schalker Motto heißt Gelassenheit. Allerdings versperrt der Erfolg der Hinserie den Blick für einige Problemstellen.

In geradezu beschaulicher Ruhe kletterte der Chaos-Club Schalke bis auf Platz drei der Tabelle vor. Gelassenheit heißt das neue Motto auf Schalke. Probleme gibt es allerdings trotzdem genug.

Lewis Holtby, Jermaine Jones und Jefferson Farfan fehlen zum Ligaauftakt, das defensive Mittelfeld ist eine Baustelle und vom Erzrivalen wurden die Knappen dominiert. Wir haben Haare in der königsblauen Erfolgssuppe gefunden.

Falschester Satz aus dem Sommer-Check

Ausnahmsweise haben wir mal drei Sätze herausgegriffen. "Der Faktor X spielt auf Schalke eine außerordentliche Rolle. Ähnlich wie beim FC Hollywood, bildet auch bei der Skandalnudel Schalke das Drumherum eine entscheidende Variable. In der Flügelzange zwischen Boulevardmedien und der hohen Erwartungshaltung der Fans, getrieben von den seit über 50 Jahren unerfüllten Meisterschaftsträumen und gepiesackt vom Erfolg des Erzrivalen aus Lüdenscheid-Nord, können schon zwei, drei Niederlagen hintereinander erneut ein Führungschaos auf Schalke bedeuten."

Der Faktor X tendierte in der Hinserie entgegen unserer Erwartung gen Null. Trotz des Abgangs von Ralf Rangnick behielt man auf Schalke die Ruhe. Die schnelle Lösung mit Jahrhunderttrainer Huub Stevens als Rangnick-Nachfolger sorgte für Kritik, aber auch für Ruhe im Hexenkessel Schalke. In Zeiten, in denen (außer bei Bayern München) der Trend zum jungen Trainer geht, holte Schalke Huub Stevens zurück. Der Erfolg gab den Schalker Verantwortlichen bislang recht. Mit Manager Horst Heldt scheinen die Zeiten der Maulwürfe, der kopflosen Transfers und Querelen im Umfeld vorbei zu sein.

Heldts-Credo heißt Gelassenheit. "Das Wichtigste dürfte eine gewisse Gelassenheit sein. Wenn wir die nächsten beiden Spiele gewinnen, sind wir nicht automatisch Dritter. Auf der anderen Seite sind wir aber auch noch nicht aus dem Rennen, falls wir die nächsten zwei Spiele nicht positiv gestalten sollten. Es sind noch 17 Spiele, da kann eine Menge passieren und dementsprechend rate ich erstmal zur Gelassenheit“, so der Manager gegenüber sport1.de. Aufgrund der alles in allem erfolgreichen Hinrunde könnte der Schalke-Fan durchaus gelassen sein, wäre da nicht die Niederlage gegen "Lüdenscheid-Nord“, wie der gemeine Knappe sagen würde.

Größte Enttäuschung

Das Derby ist für viele Fans, egal ob in schwarz-gelb, oder königsblau gekleidet, das wichtigste Spiel des Jahres. Zudem gilt es, am Ende der Saison vor dem Erzrivalen zu liegen. Bei der 0:2-Pleite in Dortmund war Schalke chancenlos. Durch aggressives Pressing und Überzahlspiel schaffte es die Borussia, die Spieleröffnnug der Schalker lahm zu legen. Normalerweise bauen die Schalker ihr Spiel über Christian Fuchs (die meisten Ballkontakte aller Schalker) oder Lewis Holtby im defensiven Mittelfeld auf.

Holtby versteckte sich gänzlich, Fuchs wurde aus dem Spiel genommen. Die Dortmunder zeigten dem Konkurrenten die Grenzen auf und was weitaus schlimmer für S04 ist: Derzeit spielt Schalke nicht auf Augenhöhe mit dem BVB. Zwar stehen die beiden Publikumsmagneten punktgleich in der Tabelle direkt hintereinander, das Derby zeigte aber den Vorsprung des Meisters gegenüber des 14. der letzten Saison. Nur im Angriff müssen die Schalker den Vergleich nicht scheuen.

Hoffnungsträger

Klaas-Jan Huntelaar ist in blendender Verfassung. Der Niederländer hat laut bild.de die zweitbeste Torquote der Liga (36,59 Prozent/nur Mohammed Abdellaoue 37,50 % ist besser). Die Kritik, dass er nur gegen die kleinen Clubs trifft (kein Tor gegen Stuttgart, Gladbach, Dortmund, Bayern) konnte er mit seinem Treffer gegen Werder Bremen aushebeln. Zusammen mit Raul, Teemu Pukki, Chinedu Obasi, Julian Draxler, Jefferson Farfan und Alexander Baumjohann ist die Offensive der Schalker exzellent besetzt.

Raul kommt eine besondere Rolle zu. Der Spanier lässt sich immer wieder ins Mittelfeld fallen, kurbelt den Spielaufbau mit an. Dass das Schalkes Mittelfeld diesen halben Stürmer als Spielmacher überhaupt braucht, liegt an der Schwäche im defensiven Mittelfeld. Lewis Holtby sollte als zweiter offensiverer "Sechser“ für die Spielaufbau sorgen. Der quirlige Techniker zeigte in seiner Rolle als "Achter“ allerdings gute (Köln, Freiburg, Hoffenheim, Nürnberg) und schlechte Spiele (Stuttgart, Bayern, Wolfsburg, Dortmund).

Wenn er unter Druck gesetzt wurde (Dortmund, Kaiserslautern) lief fast nichts mehr. Auch das taktische Verständnis für die neue Position fehlte dem Youngster noch. Die Knappen waren somit oft überfordert, wenn sie das Spiel machen sollten. Stevens ließ deshalb tief stehen und kontern, was oft gut funktionierte (Leverkusen, Berlin, Nürnberg). Sportlich eine positive Überraschung war hingegen der zweikampfstarke Jermaine Jones als aggressiver Part der Doppelsechs.

Stevens löste die Probleme im defensiven Mittelfeld bzw. dem Ausfall von Farfan durch eine 4-3-2-1-Taktik (Tannenbaum). Dadurch standen die Schalker kompakter und bekamen mit Teemu Pukki einen schnellen Konterstürmer dazu.

Prognose

Das Problem der zentralen Defensive bleibt auch zum Rückrundenstart präsent. Jones ist bis zum 1. März gesperrt. Holtby fehlt erneut (Sprunggelenksverletzung), ebenso wie Peer Kluge (Rekonvaleszent nach Knieoperation). Beim letzten Test gegen Arnheim (2:1) überzeugte Joel Matip auf der Sechserposition, Marco Höger ist dort ebenfalls eine Alternative, ebenso Christoph Moritz. Vielleicht überrascht Stevens aber mit Jose Manuel Jurado als offensivem Sechser. Der Spanier machte auf dieser Position (z.B. gegen Inter Mailand in der letzten Saison) seine besten Spiele.

Auch Jefferson Farfan ist noch nicht wieder fit. Im 4-2-3-1 könnte Alexander Baumjohann Farfan ersetzen, im 4-3-2-1 ist Teemu Pukki wohl erste Wahl. Der Sturm ist erste Sahne, die Abwehr steht und auch im Tor herrscht Zufriedenheit mit Lars Unnerstall. Wenn die Schalker eine Lösung für das defensive Mittelfeld finden, sollte einer Qualifikation für die Champions League nichts im Wege stehen. Klaas-Jan Huntelaar träumt zwar vom Meistertitel, sollte der FC Bayern und Borussia Dortmund am Ende vor den Knappen stehen, werden die Schalker sicherlich gelassen bleiben. 

Michel Massing 

sportal.de / sportal

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(