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Bundesliga im stern-Check Knochenbrüche, Eigentore und umgeknockte Linienrichter – Fußball kann so weh tun

Schiedsrichter-Assistent Mike Pickel wird unsanft vom Hoffenheimer Spieler Christoph Baumgartner zu Boden gecheckt
Schiedsrichter-Assistent Mike Pickel wird unsanft vom Hoffenheimer Spieler Christoph Baumgartner zu Boden gecheckt
© Matthias Hangst / Getty Images
Für einen Schiedsrichter-Assistenten wurde es am Wochenende in der Bundesliga schmerzhaft. Noch härter traf es die Unglücksfohlen aus Gladbach. Und Uli Hoeneß kämpfte mit den Tränen. 

So lief der Spieltag

Alle Ergebnisse des 2. Spieltags, die Tabelle und Statistiken zum Nachlesen finden Sie hier im stern-Ticker.

Aufreger des Spieltags

Normalerweise sind Schiedsrichter-Assistenten mit dem Spielgeschehen nur indirekt im Kontakt. Sie laufen die Linie hoch und runter und heben die Fahne bei Abseits, Foul oder Einwurf. Linienrichter Mike Pickel wurde bei seinem Einsatz am Sonntag hingegen ebenso unfreiwillig wie schmerzhaft Teil der Rasen-Action. Der Hoffenheimer Christoph Baumgartner wurde bei einem Zweikampf an der Seitenlinie von seinem Gegenspieler derart abgedrängt, dass er in vollem Lauf in Pickel krachte. Der Linienrichter ging unsanft zu Boden und Baumgartner stürzte über ihn. Doch auch Schiedsrichter-Assistenten können auf die Zähne beißen: Nach kurzer Behandlung am Knie ging es für Pickel weiter. 

Verlierer des Spieltags

Wieviel Unglück kann eine Mannschaft in nur 90 Minuten ereilen? Borussia Mönchengladbach ist in dieser Hinsicht am Samstagabend in neue Dimensionen vorgestoßen. Los ging's schon in der dritten Minute, als Torwart Yann Sommer einen Pfostenabpraller so blöd gegen den Fuß bekam, dass er ins eigene Tor kullerte. Doch das kuriose Eigentor war nur der Auftakt für die Gladbacher Pleiten-Pech-und-Pannenshow. Während Leverkusen vier Treffer gelangen, traf Gladbach nur den Pfosten und noch nicht einmal per Elfmeter ins Tor. Und damit nicht genug: Mit Marcus Thuram, Alassane Plea, Matthias Ginter und Stefan Lainer mussten gleich vier Leistungsträger verletzt das Feld verlassen. Letzterer erlitt gar einen Knöchelbruch und wird lange ausfallen. 

Gewinner des Spieltags

Der VfL Bochum ist wieder da! Die graue Maus des Ruhrgebiets - auf ewig im Schatten von Dortmund und Schalke aber nichtsdestotrotz unter Fußballfans ein absoluter Kultverein - ist nach einer gefühlten Ewigkeit wieder in der Bundesliga. Mit einem Team ohne Stars und einem echten Bochumer als Trainer. Ein bemerkenswerter Sololauf von Gerrit Holtmann und ein Kopfballtor von Sebastian Polter bescherten den Bochumern nun den ersten Bundesliga-Heimsieg nach exakt 4207 Tagen. 

Dieses Tor sollten Sie (nochmal) sehen

Beim 4:0-Kantersieg über Stuttgart zeigte RB Leipzig, dass die Mannschaft trotz des Ausrutschers am ersten Spieltag im Meisterkampf mitmischen wird. Welche Klasse in dem Team steckt, wurde unmittelbar nach Anpfiff der zweiten Hälfte deutlich: In nur 15 Sekunden kombinierte, dribbelte und hackentrickste sich die Leipziger Offensive zum Tor durch Emil Forsberg. Die gegnerische Abwehr konnte nur mit Staunen zusehen.

Bild des Tages

Vor dem Anpfiff der Bayern-Partie gegen Köln richtete Uli Hoeneß tief bewegt persönliche Abschiedsworte an die Fußball-Legende und seinen langjährigen Freund Gerd Müller. "Wir werden dich sehr vermissen und wir werden dich nie vergessen", sagte Hoeneß mit Tränen in den Augen.
Vor dem Anpfiff der Bayern-Partie gegen Köln richtete Uli Hoeneß tief bewegt persönliche Abschiedsworte an die Fußball-Legende und seinen langjährigen Freund Gerd Müller. "Wir werden dich sehr vermissen und wir werden dich nie vergessen", sagte Hoeneß mit Tränen in den Augen.
© Alexander Hassenstein / Getty Images

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