Bundesliga-Sonntagspiele Marcelinho schießt Hertha aus den Abstiegsrängen


Aufatmen an der Spree: Nach einem überzeugenden 3:1 bei Hannover 96 hat die kriselnde Hertha die Abstiegsränge erst einmal verlassen. Auch der SC Freiburg hat nach dem 1:0-Sieg gegen Kaiserslautern wieder Luft nach unten.

Aufatmen an der Spree und an der Dreisam im Abstiegskampf: Hertha BSC kam bei Hannover 96 zu einem überzeugenden 3:1-Sieg in Hannover, während der SC Freiburg beim 1:0-Sieg gegen Kaiserslautern sehr lange warten musste, bis Levan Zkitischwili in der 83. Minute mit einem verwandelten Foulelfmeter die Breisgauer zum Jubeln brachte.

Hannover 96 - Hertha BSC Berlin 1:3

Ausgerechnet "Sorgenkind" Marcelinho hat Hertha BSC neue Hoffnung im Abstiegskampf beschert. Der seit Monaten in der Formkrise steckende Brasilianer avancierte beim 3:1 (1:0)-Erfolg bei Hannover 96 zum umjubelten Matchwinner der Berliner, die mit dem dritten Sieg aus den letzten vier Spielen die Bundesliga- Abstiegsränge verließen. Die Führung durch Marcelinho (44.) glich zwar 96-Wintereinkauf Clint Mathis (67.) noch aus, doch dann sorgten Giuseppe Reina (78.) und Marcelinho (81.) mit einem Doppelschlag für den dritten Auswärtssieg.

"Sensationelle Tore"

"Es war ein ganz wichtiges Spiel für mich. Ich freue mich unheimlich über die Tore, und dass ich der Mannschaft helfen konnte", sagte Marcelinho. "Seine Tore waren sensationell. Das hat er gebraucht", freute sich Reina mit dem Kollegen. "Wir haben nach der Heimniederlage gegen Frankfurt die richtige Reaktion gezeigt", meinte Nationalstürmer Fredi Bobic nach dem Sieg an ehemaliger Wirkungsstätte, warnte aber zugleich: "Der Abstiegskampf geht für uns bis zum letzten Spieltag weiter."

Frust in Hannover

Die Platzherren, die nach der zweiten Niederlage in Folge wieder mitten im Abstiegskampf stecken, verließen vor 21 755 Zuschauern geknickt das Feld. "Man hat gesehen, dass Hertha da unten nichts zu suchen hat", sagte Trainer Ralf Rangnick, der unmittelbar nach dem Schlusspfiff lange zur Mannschaft gesprochen hatte. "Wir sind bitter enttäuscht, denn es war ein Big-Point-Spiel", meinte Torhüter Marc Ziegler.

SC Freiburg - 1. FC Kaiserslautern<

Levan Zkitischwili hat den SC Freiburg aus der Mini-Krise und in das gesicherte Mittelfeld der Fußball-Bundesliga geschossen. Mit seinem Foulelfmeter-Tor in der 83. Minute sorgte der georgische Nationalspieler am Sonntagabend für den hochverdienten 1:0 (0:0)-Erfolg über den 1. FC Kaiserslautern. Vor 24 500 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Dreisam-Stadion feierten die Hausherren nach zuvor drei erfolglosen Spielen endlich wieder einen "Dreier". Die Gäste, die neben den Punkten auch José Dominguez durch eine Gelb- Rote Karte wegen Schiedsrichter-Beleidigung verloren (35.), blieben durch diese Niederlage in den Abstiegsrängen hängen.

"Ich bin glücklich, dass wir gewonnen haben", sagte Siegtorschütze Zkitischwili, der beim Elfmeter nach rechts statt nach links zielte. "Die Torhüter wissen, wo ich normalerweise hinschieße. Daher habe ich diesmal die Ecke gewechselt", meinte er grinsend. "Es war wichtig, dass er die Nerven behalten hat. Wir brauchten den Sieg, um nicht in die Gefahrenzone abzurutschen", urteilte SCF-Coach Volker Finke.

Sein Kollege Kurt Jara ärgerte sich "wahnsinnig", dass sein Team wie in Bremen durch Elfmeter 0:1 verlor und attackierte den Schiedsrichter. "Der hat darauf gewartet, dass er einen Elfmeter geben kann. Er hat schon vorher viele Gelbe Karten verteilt. Das 0:1 ist bitter, aber der Kampf geht eh’ bis zum letzten Spieltag. Dagegen gab Thomas Drescher, der beim Erstliga-Debüt den Strafstoß verursachte, zu: "Ich habe ihn berührt, Iashwili ist gefallen, der Schiri hat gepfiffen. Es ist bitter, dass wir durch meinen Fehler verloren haben."

Auch ohne den überraschend auf die Reservebank verbannten Zlatan Bajramovic startete die Breisgau-Elf gegen die ohne sechs verletzte und einen gesperrten Spieler angetretenen Lauterer sehr schwungvoll. Und den Gastgebern boten sich gegen die abwartend agierenden Pfälzer gleich gute Chancen. Vor allem Roda Antar hatte anfangs gute Szenen.


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