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Bundesliga: Wegen Videobeweis: Köln kündigt Einspruch gegen 0:5-Klatsche in Dortmund an

Der BVB ist auch nach dem vierten Spieltag Tabellenführer der Bundesliga. Köln hatte im Signal-Iduna-Park keine Chance. Zuvor ballerten sich die Leverkusener gegen Freiburg den Frust von der Seele. Hoffenheim kam gegen Berlin nicht über ein Remis hinaus.

Pierre-Emerick Aubameyang vom BVB hat nach seinen zwei Toren gegen Köln nun gegen jeden Bundesliga-Klub getroffen

Pierre-Emerick Aubameyang vom BVB hat nach seinen zwei Toren gegen Köln nun gegen jeden Bundesliga-Klub getroffen

Borussia Dortmund - 1. FC Köln 5:0 (2:0)

Sehenswerte Tore, viel Dominanz und doppelte Hilfe durch den Videobeweis - Borussia Dortmund hat die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga in beeindruckender Manier gefestigt. Vier Tage nach der Niederlage in der Champions League bei Tottenham Hotspur fand der Revierclub beim 5:0 (2:0) über den Tabellenletzten 1. FC Köln zurück in die Erfolgsspur. Vor 81.000 Zuschauern im Signal Iduna Park profitierte der BVB bei den Treffern von Sokratis (45. Minute) und Pierre-Emerick Aubameyang (59./Foulelfmeter) gleich zweimal vom Videobeweis. Maximilian Philipp (3./69.) und erneut Aubameyang (60.) rundeten die ansehnliche Leistung der seit nunmehr 40 Heimspielen unbesiegten Borussia ab.

Große Diskussionen gab es nach Abpfiff um das 2:0 des BVB. Nach einer Ecke hatte Kölns Torwart den Ball fallenlassen, Sokratis stocherte den Ball über die Linie. Der Schiedsrichter pfiff zunächst ein angebliches Foul an Horn und wollte den Treffer nicht geben. Der Video-Schiri griff ein und gab den Treffer, da es kein Foul an Horn gegeben hatte. Allerdings war der Ball beim Pfiff des Schiedsrichters noch nicht komplett über die Linie gerollt. Entsprechend hätte der Videoschiri gar nicht eingreifen dürfen, um die Fehlentscheidung zu korrigieren, so die Argumentation der Kölner. Sportchef Jörg Schmadtke kündigte an, Einspruch gegen das Spiel einlegen zu wollen.

Bayer Leverkusen - SC Freiburg 4:0 (3:0)

Dank des überragenden Kevin Volland hat Bayer Leverkusen seine Frustphase eindrucksvoll beendet. Beim 4:0 (3:0) gegen den nach vier Spielen noch immer sieglosen SC Freiburg erzielte der 25-Jährige zum 1:0 in der 21. und zum 3:0 in der 34. Minute seinen vierten Doppelpack in der Fußball-Bundesliga. Desweiteren trafen Charles Aránguiz (29.) mit einer schönen Direktabnahme und Julian Brandt (86.) für die Gastgeber. 

Damit feierte der Werksclub nicht nur den ersten Dreier der noch jungen Saison, sondern auch für das Ende der Negativserie von Neu-Trainer Heiko Herrlich: Vor dem Erfolg gegen Freiburg war dem 45-Jährigen saison- und vereinsübergreifend in 13 Erstligapartien kein Sieg mit seinen Mannschaften gelungen. Unter der Woche geht es für Leverkusen gegen Berlin weiter. Die mussten am Sonntag gegen Hoffenheim ran.

TSG Hoffenheim - Hertha BSC Berlin 1:1 (1:0)

Oliver Baumann konnte der Anstoßzeit bei der frühesten Partie der Bundesliga-Historie einiges abgewinnen. "Das war fast wie in der A-Jugend: Frühstück und raus auf den Platz!", erklärte der Torhüter von 1899 Hoffenheim lächelnd. "So musstest du nicht auf das Spiel warten." Dennoch zeigten sein Team und Hertha BSC am Sonntag beim ungewohnten 13.30-Uhr-Anpfiff ein etwas müdes Unentschieden. 

Mit dem 1:1 (1:0) baute die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann immerhin ihre Serie von Heimspielen ohne Niederlage auf 20 aus. Sandro Wagner erzielte im wenig aufregenden Duell der Europa-League-Teilnehmer in der 6. Minute das 1:0 - zu so einer frühen Uhrzeit hatte noch nie ein Profi im Fußball-Oberhaus getroffen. Alexander Esswein glich für die etwas später erwachten Berliner aus (55.).

fin/DPA

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