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Bundesliga: Schalke 04 trennt sich von Trainer Breitenreiter

Es deutete sich in den vergangenen Tagen bereits an, jetzt ist es gewiss: Schalke 04 und Trainer André Breitenreiter gehen nach der Saison getrennte Wege. Dies habe ihm der neue Sport-Vorstand Christian Heidel mitgeteilt, so der 42-Jährige.

Der Noch-Schalke-Trainer André Breitenreiter

Bestreitet gegen Hoffenheim sein letztes Spiel als Trainer von Schalke 04: André Breitenreiter

Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 und Trainer André Breitenreiter gehen nach dem letzten Spieltag dieser Saison getrennte Wege gehen. Diese Entscheidung habe ihm der neue Sport-Vorstand Christian Heidel mitgeteilt, sagte Breitenreiter am Samstag beim Pay-TV-Sender Sky.

Er werde in diesem Spiel zum letzten mal für Schalke auf der Bank sitzen, sagte der 42-Jährige vor dem Auswärtsspiel bei 1899 Hoffenheim. Über einen möglichen Nachfolger könne er nichts sagen.

Als nächster Schalke-Coach wird bereits seit Monaten Markus Weinzierl vom FC Augsburg gehandelt. Medienberichten zufolge sollen beide Clubs zuletzt um eine Ablöse für Weinzierl verhandelt haben.

Breitenreiter hat noch einen Vertrag bis 2017

Die besten Sprüche der Bundesliga-Saison
1. Spieltag

"Es macht Spaß, uns zuzuschauen, auch wenn ich selbst nicht zugeschaut habe." (Der zweifache Torschütze Thomas Müller zum 5:0-Sieg des FC Bayern München im Eröffnungsspiel der 53. Bundesliga-Saison gegen den Hamburger SV)

2. Spieltag

"Man entwickelt ja ein Gefühl für Situationen. Vor dem Spiel war alles irgendwie nett. Der Blödsinn ist ja nur, dass man dann auch noch bestätigt wird." (Bayern Münchens Sportchef Matthias Sammer zum frühen Rückstand nach nur neun Sekunden beim 2:1-Sieg in Hoffenheim)

3. Spieltag

"Das ist nichts, was wir im Labor ausprobieren." (VfB-Stuttgart-Trainer Alexander Zorniger verteidigte nach dem 1:4 gegen Eintracht Frankfurt sein offensives Spielkonzept)

4. Spieltag

"Wir sind alle nur Menschen. Du schreibst auch manchmal Scheiße." (Leverkusens Angreifer Stefan Kießling auf die Frage eines Journalisten zu den Gründen für das 0:1 gegen Darmstadt)

5. Spieltag

"Der Trainer hat ja gesagt, ich komme mit dem Putzeimerchen vorbei, aber das war gar nicht nötig. Alles hat schön nach Meister Proper gerochen." (Klaus Rüdiger Fritsch, Präsident des SV Darmstadt 98, nach dem "Spiel des Jahres" gegen den FC Bayern München. Vor der Saison hatte er angekündigt, dass man in der Uralt-Arena am Böllenfalltor noch einmal durchwischen werde, wenn der Rekordmeister kommt) 

6. Spieltag

"Jetzt sind wir Tabellenletzter, ein Platz, der den Leistungen entspricht. Abstieg ist nicht möglich." (Clubchef Martin Kind nach dem 1:3 von Hannover 96 gegen den VfB Stuttgart)

7. Spieltag

"Lewy hat eine kleine Krise. Er hat nur zwei Tore gemacht. Aber wir drücken mal ein Auge zu." (Bayern Münchens Sportvorstand Matthias Sammer nach dem 3:0 in Mainz über den Doppelpack von Robert Lewandowski, der im Spiel zuvor gegen Wolfsburg fünfmal getroffen hatte)

8. Spieltag

"Wahrscheinlich hat er sich vor dem Schuss schon in die Hose gemacht." (Der Mainzer Torwart Loris Karius über den Darmstädter Elfmeter-Fehlschützen Sandro Wagner beim 2:3 zwischen den "Lilien" und Mainz)

9. Spieltag

"Wir müssen uns zusammensetzen und uns wahrscheinlich auf die Fresse hauen. [...] Das ist kein Bundesliganiveau." (Hoffenheims maßlos enttäuschter Eugen Polanski bei "Sky" nach der 2:4-Niederlage seiner Mannschaft beim VfL Wolfsburg)

10. Spieltag

"Es ist egal, ob man mit Vierer-, Fünfer- oder Sechserkette spielt. Die Bayern finden immer ihre Lücken." (Kölns Torhüter Timo Horn nach dem 0:4 beim FC Bayern)

11. Spieltag

"Wir sind alle Interimstrainer, ich habe nur keinen Vertrag." (Borussia Mönchengladbachs André Schubert auf die Frage, ob er sich auch nach dem sechsten Ligasieg noch als Interimscoach fühle)

12. Spieltag

"Zur Brust nehmen ist schwer. Er ist ein kräftiges Kerlchen." (Mönchengladbach-Trainer André Schubert auf die Frage, ob er sich Granit Xhaka wegen dessen Gelb-Roter Karte im Spiel gegen Ingolstadt mal "zur Brust" nehmen wolle)

13. Spieltag

"Die haben versucht, ihren Bus vor dem eigenen Sechzehner zu parken." (Bayern-Profi Thomas Müller über die defensive Taktik von Gastgeber Schalke 04 beim 3:1-Sieg der Bayern im damaligen Topspiel)

14. Spieltag

"Ich habe kein General-Lob verteilt." (Ingolstadt-Trainer Ralph Hasenhüttl zur Pausenansprache beim 0:4 in Hannover)

15. Spieltag

"Die Niederlage tut nicht gut, aber sie zeigt, dass unsere Mannschaft von diesem Planeten ist und menschlich agiert." (Bayerns Matthias Sammer nach dem 1:3 der Münchner in Mönchengladbach)

16. Spieltag

"Ich habe den Schiedsrichter Eierkopp genannt. Im Rheinland, wo ich herkomme, ist das keine Beleidigung." (Kölns Manager Jörg Schmadtke über Schiedsrichter Guido Winkmann, der ihn beim 1:1 in Bremen auf die Tribüne verbannt hatte)

17. Spieltag

"Sie glauben es nicht, aber wir haben tatsächlich ein Festgeldkonto." (Sportvorstand Horst Heldt auf die Frage, wie der verschuldete FC Schalke 04 die damals geplanten Wintertransfers finanzieren wolle)

18. Spieltag

"Der hat auch die Handschuhe an, dann muss er die Bälle halten." (Hoffenheims damaliger Trainer Huub Stevens nach dem 1:1 gegen Bayer Leverkusen über seinen starken Torhüter Oliver Baumann)

19. Spieltag

"Er lässt das Bein stehen und ich komme nicht durch. Soll ich rüberspringen? Ich bin doch kein Hürdenläufer." (Bayer Leverkusens Stürmer Stefan Kießling zu dem an ihm verursachten Elfmeter beim 3:0 gegen Hannover 96)

20. Spieltag

"Es hilft nichts, wenn sie nachts noch zusammen schlafen." (Der damalige Hannover-Trainer Thomas Schaaf auf die Frage, ob ein Kurz-Trainingslager helfen könnte) 

21. Spieltag

"Ich hatte Schmetterlinge im Bauch. Es war, wie in eine alte Wohnung zurückzukehren. Man kennt alles und fühlt sich wohl." (Der davor nur als Reservist eingesetzte Dortmunder Abwehrspieler Neven Subotic über sein erstes Saisonspiel vor heimischer Kulisse; Dortmund gewann 1:0 gegen Hannover)

22. Spieltag

"Das kleine gallische Dorf Gladbach hat heute gewonnen." (Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl nach dem 1:0-Derbysieg gegen den 1. FC Köln)

23. Spieltag

"Das Spiel besteht daraus, dass sie herumblöken und sich fallen lassen. Das ist eine ekelhafte Mannschaft." (Hamburgs Mittelfeldspieler Lewis Holtby nach dem 1:1 gegen den FC Ingolstadt)

24. Spieltag

"Ganz einfach: zack, zack, zack." (Der dreifache Bremer Torschütze Claudio Pizarro nach dem 4:1 bei Bayer Leverkusen auf die Frage, wie er das gemacht habe)

25. Spieltag

"José Mourinho ist frei. Vielleicht schaffen wir es mit dem." (Abwehrspieler Marco Russ zur damaligen Trainerdiskussion bei Eintracht Frankfurt nach dem 1:1 gegen Ingolstadt)

26. Spieltag

"Mein Papa und mein Onkel sind hier, sie haben aus Ungarn im Auto ein halbes Schwein und Rotwein mitgebracht." (Hertha-Trainer Pal Dardai zu den familiären Feierlichkeiten nach dem 2:0-Sieg gegen Schalke)

27. Spieltag

"Dreckige Siege fühlen sich auch gut an." (Torwart Ralf Fährmann vom FC Schalke 04 nach dem schmeichelhaften 2:1-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach)

28. Spieltag

"Wenn ich Fifa-Präsident werden kann, kannst du die Champions League gewinnen." (Gianni Infantino im ZDF über den Mainzer Trainer, seinen Schweizer Landsmann Martin Schmidt)

29. Spieltag

"Also, trainieren tun wir das nicht." (Trainer Jürgen Kramny zum damals bereits sechsten Eigentor seines VfB Stuttgart in dieser Saison; der VfB unterlag den Bayern mit 1:3)

30. Spieltag

"Es bleibt unten schön kuschlig in der Region, in der wir uns befinden. Kuschlig ist Gott sei Dank nicht so schlecht im Leben - vor dem Kamin. In der Tabelle eher ungünstig." (Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann über die damalige Situation im Abstiegskampf) 

31. Spieltag

"Meine Frau trägt einen kleinen Ball in sich." (Kölns werdender Vater Marcel Risse zu seinem Torjubel mit dem angedeuteten Schnuller nach seinem 3:1 und der Armwiege nach seinem 4:1)

32. Spieltag

"Ich habe mich nirgendwo angeboten. Das ist der größte Humbug, den ich je gehört habe. Das habe ich nicht nötig." (BVB-Kapitän Mats Hummels über Aussagen des ehemaligen Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß, dass der Weltmeister selbst an die Tür der Münchner geklopft habe)

33. Spieltag

"Es ist das achte Weltwunder." (Flügelspieler Marcel Heller zum Coup des Außenseiters Darmstadt 98, der sich vorzeitig die weitere Bundesligazugehörigkeit sicherte)

Breitenreiter kam im vergangenen Jahr vom Absteiger SC Paderborn nach Gelsenkirchen und hat noch einen Vertrag bis 2017. Die Königsblauen verpassten diese Saison den direkten Sprung in die Champions League und hatten vor der letzten Saisonpartie auch keine realistische Chance mehr auf den Qualifikationsplatz für die Königsklasse.

Mit dem letzten Spieltag beendete wie angekündigt auch Sportvorstand Horst Heldt seine Arbeit auf Schalke. Sein Nachfolger ist der bisherige Mainzer Manager Heidel.

mod / DPA

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