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Zweite Fußball-Bundesliga St. Pauli besiegt Leipzig - auch Fürth atmet durch


Der FC St. Pauli hat im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga drei wichtige Punkte eingefahren. Die Hanseaten setzten sich am Sonntag im Heimspiel gegen den klaren Favoriten RB Leipzig knapp durch.

Knapp, aber nicht unverdient setzten sich die Paulianer mit 1:0 (1:0) durch und machten einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib.

Vor 23 584 Zuschauern im erneut ausverkauften Millerntor-Stadion erzielte Lennart Thy in der 45. Minute den Siegtreffer gegen die Leipziger, die im Kampf um den Aufstieg in die 1. Liga einen herben Rückschlag erlitten.

St. Pauli störte die spielstarken Gäste früh und kontrollierte so zunächst gut das Geschehen. Nach Chancen durch den aufgerückten Verteidiger Sebastian Schachten (1./13.) war es kurz vor der Pause Stürmer Thy, der allein vor RB-Keeper Fabio Coltorti zu seinem dritten Saisontor einschob. Nach dem Wechsel setzten die Sachsen voll auf die Offensive. Die Hausherren, bei denen Kapitän Sören Gonther die fünfte Gelbe Karte sah, hielten mit immensem Kampfgeist dagegen und sicherten sich den am Ende erzitterten dritten Heimsieg in Serie.

Sandhausen und Heidenheim nach Remis so gut wie gerettet

Der SV Sandhausen und der 1. FC Heidenheim haben den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga so gut wie geschafft. Beim leistungsgerechten 2:2 (0:0) am Sonntag holten die Badener und die Württemberger einen weiteren wichtigen Punkt. Der zweifache Torschütze Florian Niederlechner brachte Neuling Heidenheim zweimal in Führung (54. und 75. Minute). Aber Aziz Bouhaddouz (71.) und Ranisav Jovanovic (78.) konnten jeweils ausgleichen.

Beide Mannschaften boten in der ersten Halbzeit vor 4 546 Zuschauern im Hardtwaldstadion schwache Leistungen. Sie neutralisierten sich gegenseitig und kamen zu keinen zwingenden Chancen. Nach dem Seitenwechsel machte vor allem Heidenheim mehr Druck und wurde dafür auch belohnt. Aber Sandhausen reagierte jeweils und konnte den Rückstand wettmachen. Insgesamt entsprach das Remis dem Spielverlauf.

Dämpfer für KSC im Aufstiegsrennen

Aufstiegsaspirant Karlsruher SC ist beim bisherigen Schlusslicht FC Erzgebirge Aue gestolpert. Die Badener verpassten nach dem 1:3 (0:1) am Sonntag in der 2. Fußball-Bundesliga den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz und rutschten auf Rang vier ab. Die Sachsen kletterten auf den 16. Rang, punktgleich hinter dem FC St. Pauli. Vor 9100 Zuschauern in der Sparkassen-Erzgebirgsarena brachte Stefan Mugosa (19./75.) Aue zweimal in Führung. Manuel Torres (71.) glich zwischenzeitlich aus. Clemens Fandrich (85.) markierte den Endstand.

Dabei musste Aue frühzeitig einen Rückschlag einstecken: Vladimir Rankovic verletzte sich beim Aufwärmen. Dennoch startete das Team von Tomislav Stipic kämpferisch und setzte durch Bobby Wood erste Akzente. Nach einem Solo scheiterte der US-Stürmer zunächst an Dirk Orlishausen, doch gegen den platzierten Nachschuss zum 1:0 von Mugosa war der KSC-Keeper machtlos. Pech hatten die Gäste bei einem Kopfball von Jonas Meffert (24.) an die Querlatte.

Nach dem Wechsel kam der KSC besser in Schwung und durch Torres, der den Ball unbedrängt annahm und aus zehn Metern gekonnt in den Winkel zirkelte, zum Ausgleich. Per Kopfball brachte Mugosa die Auer erneut auf die Siegerstraße, ehe Fandrich mit einem Solo alles klar machte.

Fürth mit erstem Heimsieg seit Oktober 2014

Fußball-Zweitligist Greuther Fürth hat einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib gemacht. Durch das verdiente 3:0 (1:0) gegen Fortuna Düsseldorf beendeten die abstiegsbedrohten Franken zugleich eine monatelange Negativserie. Der bislang jüngste Sieg vor eigenem Publikum war dem Club im Oktober 2014 gelungen. Marco Stiepermann (29. Minute), Robert Zulj (49.) und Goran Sukalo (66.) sicherten drei Punkte, durch die die Fürther ihren 14. Tabellenplatz drei Spiele vor Saisonende hielten.

Schon zur Halbzeit hätte das Team von Trainer Mike Büskens höher führen können. Sowohl Sebastian Freis (34.) als auch Stephan Schröck (44.) hatten für die engagierten Gastgeber das zweite Tor auf dem Fuß. Von den im Tabellenmittelfeld festsitzenden Gästen war mit Ausnahme von Joel Pohjanpalos Schuss aus spitzem Winkel (14.) offensiv lange wenig zu sehen. Nach rund einer Stunde scheiterte der Finne dann an Wolfgang Hesl, der gut zwei Wochen nach seinem Muskelfaserriss im Unterschenkelbereich wieder im Fürther Tor stand. Weitere Tore fielen kurz darauf stattdessen auf der Gegenseite.

ins/DPA DPA

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